Erkelenz: Bierbörse lockt mit bekannten Gerstensäften und regionalen Spezialitäten

Erkelenz : Bierbörse lockt mit bekannten Gerstensäften und regionalen Spezialitäten

Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Sommer findet vom 29. Juni bis zum 1. Juli die zweite Bierbörse im Ziegelweiherpark statt. Die Besucher erwarten wieder über 350 Biersorten aus aller Herren Länder. Auch aus Hawaii, wo es ja angeblich keine Gerstenkaltschale gibt, ist ein Bier dabei. „Und das ist durchaus trinkbar“, sagt Organisator Andreas Born.

Der Wahlrheinländer aus dem Sauerland betreibt zusammen mit Tamara Theissen die Veranstaltungsagentur EMG mit Sitz in Gerderhahn. Gemeinsam mit Wolfgang Wahl und Angela Raab vom Hotel am Weiher haben sie die Erkelenzer Bierbörse aus der Taufe gehoben. „Natürlich war es ein Experiment“, sagt Wahl. „Aber wir dachten, dass das Angebot zu Erkelenz passt.“

Craftbier-Meile

Womit sie richtig lagen. Nachdem die wenigen Hinterlassenschaften der ersten Bierbörse beseitigt waren und nichts mehr an den globalen Ausschank am Ziegelweiher erinnerte, kam ein durchweg positives Feedback. Also stand einer Wiederholung nichts im Wege.

Auch dieses Jahr setzen die Organisatoren neben Vielfalt auch auf das Spezielle. Daher wird es auch eine Craftbier-Meile geben. Unter dem Begriff „Craftbier“ verbirgt sich spezielles Bier, das in kleinen Mengen gebraut und zumeist regional vertrieben wird. In der Region wäre dies zum Beispiel das Hilfarther Brauhaus, das ebenso vertreten ist wie Organisator Wahl mit seinem Lambertus-Bier. Ein Besuch auf der Craftbier-Meile lohnt sich auch, wenn man neben dem Geschmack auch Informationen haben möchte. Für 17 Euro kann man ein sogenanntes Tasting buchen, bei dem man auch viel über die Herstellung oder die Verwendung von Craftbieren in der Küche erfährt.

Darüber hinaus bietet die Bierbörse nicht weniger als einen kompetenten Überblick über die Biere weltweit. Darunter auch das „Schwarzer Abt“, das wohl einzige Bier der Welt, das vom Papst persönlich gesegnet wurde. Oder das Schwarzbier mit dem vertrauenserweckenden Namen „Mord und Totschlag“. Ein Blickfang ist die Flasche des „Lucky Buddha“, das die bekannte Darstellung des beleibten Heiligen wiedergibt.

An allen drei Börsentagen wird natürlich wieder Musik geboten. Am Freitag, 29. Juni, eröffnen nach dem offiziellen Fassanstich und Freibier um 18 Uhr „Papa´Z Finest“ das Showprogramm der Bierbörse. Am Samstag geht es ebenfalls um 18 Uhr mit der Band „For Example“ weiter. Den Schlusspunkt setzt die „Bridgeman Blues Band“ mit Special Guest Rob Sure am Sonntag ab 14 Uhr.

Die Bierbörse kommt auch deshalb so gut an, weil die Organisatoren von Anfang an überflüssigen Abfall vermeiden. Die Getränkeflaschen und Gläser werden gegen Pfand ausgegeben, die Speisen werden auf „echten“ Tellern serviert und nicht auf Plastiktellern. Und nachdem die Bierbörse schließt, schwärmen die Organisatoren mit einem kleinen Trupp aus und sammeln die eventuellen Hinterlassenschaften der Besucher auch in den angrenzenden Straßen und Gassen ein.

Alle Anwohner wurden im Vorfeld informiert und bekamen eine Mobilnummer ausgehändigt, über die jederzeit einer der Verantwortlichen erreichbar ist, wenn es einmal Ärger oder Grund zur Beschwerde geben sollte.

Kompliment

Ein Kompliment für die Erkelenzer Besucher hatte Born auch parat. „Ich veranstalte einige Bierbörsen“, betonte er. „Doch ein so pflegeleichtes und freundliches Publikum wie das Erkelenzer ist selten.“

(hewi)
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