Besucherzahlen des Heinsberger Kunst- und Regionalmuseums leicht zurückgegangen

Bilanz gezogen : „Das Begas-Haus steht finanziell gut da“

Die Jahresbilanz des Heinsberger Museums für Kunst- und Regionalgeschichte kann sich trotz des leichten Besucherrückgangs sehen lassen.

Vertreter des Trägervereins Museum Heinsberg trugen im Ausschuss für Kultur, Partnerschaft und Tourismus des Kreises Heinsberg den 2015 vereinbarten jährlichen Bericht vor. Jakob Gerards berichtete kurz über die erfreuliche Entwicklung der Finanzlage, die 2018 sogar einen nicht geplanten Ankauf ermöglicht hatte.

Der Ausschussvorsitzende Erwin Dahlmanns freute sich: „Das Begas-Haus steht finanziell gut da.“ Zum von Gerards erwähnten Ankauf erläuterte, Museumsleiterin Dr. Rita Müllejans-Dickmann, dass die Ankaufsumme inzwischen zu 100 Prozent refinanziert worden sei über Zuschüsse von Stiftungen wie der Sparkassen-Kunst-Stiftung der Kreissparkasse Heinsberg.

Bei dem Ankauf handelt es sich um einen Nachlass aus der vierten Generation der Begas-Familie, den der Bildhauerin Astrid Begas.

Müllejans-Dickmann ging auf die Leistungen des Jahres 2018 ein, die im Begas-Haus auch den Ausbau der Museumspädagogik betroffen hätten. Eine Zielgruppenanalyse sei erfolgt. Kinder und Jugendliche in Schule und Ausbildung sowie Menschen mit Handicap seien mit der Kunst im Museum vertraut gemacht worden. So hätten Schüler des Kreisgymnasiums im Rahmen einer Kooperation mit dem Begas-Haus einen mGuide mit entwickelt, der eine Führung durch das Museum auch in leichter Sprache biete.

Seit 2014 beteilige sich das Begas-Haus am Landesprogramm Kulturrucksack NRW. Dieses richte sich an zehn- bis 14-jährige Kinder und Jugendliche.

Die Veranstaltung „Familienschätze unter der Lupe“ sei ein Angebot, das das Begas-Haus als einziges Museum der Region anbiete. In Vorbereitung sei ein digitales Museumsdepot, das in Kooperation mit der Lebenshilfe entstehe. Ein Mitarbeiter der Lebenshilfe würde die Schätze der Heimatkunde fotografisch aufnehmen, damit diese über die Homepage des Museums von Jedermann betrachtet werden können.

Auch die Besucherzahlen erwähnte Dr. Rita Müllejans-Dickmann: 4516 in 2016, 3769 in 2017 und 3535 in 2018.

Der Ausschussvorsitzende Erwin Dahlmanns zeigte sich beeindruckt von den zahlreichen Sonderaktionen des Museums. Habe er in kritischen Zeiten noch gefordert, jetzt müsse das Begas-Haus auch bespielt werden, können er heute sagen, das Begas-Haus werde ganz ausgezeichnet bespielt.

Die leicht euphorische Stimmung ließ ein Ausschussmitglied nach den Wünschen der Museumsleiterin fragen. Eine halbe wissenschaftliche Stelle zu den 1,2 Planstellen, lautete der Wunsch von Müllejans-Dickmann. Stefan Lenzen (FDP) trat schnell auf die Bremse. Das Museum habe zwar das schwere Fahrwasser von 2015 mit weniger Personal durchfahren, doch dürfe man nun nicht den Fehler machen, dorthin zurückzukehren. Man solle lieber gezielt schauen, wo man Förderungen nutzen könne, um auf gesunden Füßen stehen zu bleiben.

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