Waldfeucht: Beim Umzug in Waldfeucht ist jetzt „Schluss mit lustig”

Waldfeucht: Beim Umzug in Waldfeucht ist jetzt „Schluss mit lustig”

Damit der Karneval künftig auch in Waldfeucht wieder „Spaß und Freude” machen soll, ist jetzt erstmal „Schluss mit lustig”! Zumindest, wenn es um lärmende Musikanlagen, betrunkene Kinder und Jugendliche, Drogenmissbrauch oder Beschädigungen und Verschmutzungen fremden Eigentums im Umfeld des karnevalistischen Treibens geht.

Die Veranstalter der Karnevalsumzüge in der Gemeinde und die Verwaltung haben ein „Aktionsbündnis sauberer Straßenkarneval” geschlossen. Hintergrund seien negative Entwicklungen im Bereich des Straßenkarnevals in den letzten Jahren gewesen, „da sich Karnevalswagen immer mehr zu fahrenden Diskotheken entwickelt haben und einen Lärm erzeugten, der über die Schmerzgrenze hinausgeht”, heißt es dazu in einer offiziellen Stellungnahme.

Bei einer Lärmpegelmessung in Obspringen 2009 während des Karnevalsumzuges wurden Werte zwischen 100 und 110 db (A) gemessen. „Da ist die Schmerzgrenze eindeutig überschritten”, sagt Bernd Görtz vom Ordnungsamt. Die Gemeinde hatte daher bereits im vorigen Jahr bei allen Straßenumzügen Verantwortlichkeitserklärungen der Teilnehmer in Sachen Lärmbegrenzung und Begleitung der Fahrzeuge gefordert.

Danach müssen vier Personen jeden Wagen an den Eckpunkten eskortieren und eine Person ist für die Musikanlage zuständig. „Es wurde zwar besser, aber immer wieder fiel irgendeiner aus dem Rahmen”, begründet Görtz den jetzigen Schritt in Waldfeucht.

Die Veranstalter haben nun erklärt, dass den Zugteilnehmern Auflagen gemacht werden, deren Nichtbeachtung dazu führt, dass die Teilnehmer von allen Zügen in der Gemeinde ausgeschlossen werden. Rechtsverstöße werden zudem verfolgt und an die zuständigen Behörden weitergeleitet.

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