Bei der Kappensitzung in Waldfeucht ist der Beruf von Prinz Bernd I. der Running Gag

Kappensitzung : Der Bauern-Prinz steht im Fokus der Jeckerei

Ein überaus gelungenes Beispiel für hervorragenden Dorfkarneval mit ausschließlich eigenen Kräften lieferte in Waldfeucht der Ortsring in seinen beiden Kappensitzungen im Bürgertreff.

Über jeweils rund sechs Stunden konnten die Präsidenten Frank Bischofs und Frank Pint aus dem Vollen schöpfen mit Büttenrede, Gesang, Tanz, ja sogar Theater und Comedy. Und auch die Musik kam live von der Big Band des Musikvereins Cäcilia in schwarz-weißen Kostümen.

Im Mittelpunkt der Sitzung stand nach dem Einzug des Elferrates und dem Tanz der blauen Funkengarde zunächst mit Bernd I. und Venetia Sigrid (Ehepaar Kremers) das neue Prinzenpaar. In Waldfeucht brauche es kein Geld, um Prinz zu werden, da müsse man sich die Prinzenwürde durch soziales Engagement im Ort verdienen, würdigten die Präsidenten die neuen Tollitäten. Diese präsentierten ganz stolz auch ihre drei Kinder, gekleidet wie Cowboys und -girl, als ihr kleines Dreigestirn. In seiner Rede ließ der Prinz alle im Verborgenen wirkenden, fleißigen Hände nicht unerwähnt: „Vor oder hinter dem Rampenlicht, ohne sie gäb´s diese tolle Sitzung nicht!“, betonte er.

Im Laufe des Abends sollten dann für das Prinzenpaar so einige Überraschungen folgen. Den Anfang machten die „Top Ten“, ein ehemaliges Männerballett, in dem der Prinz ebenfalls einst tanzte. Als Hommage an sein Engagement in der Schützenbruderschaft marschierten sie als Offiziere auf und verteilten die gekochten Eier des Landwirts. Sein Beruf war dann auch der „Running Gag“ der Sitzung, als seine Freunde aus der Schützenbruderschaft, als Kühe verkleidet, zwischendurch mehrfach im Saal die ausgebrochene Kuhherde mimten und mit Wasser aus ihren Eutern das Publikum bespritzten.

Als Schalke-Fan Kalle Kowalsky stand erstmals Harry Weckbecker auf der Bühne.

Mit gelungenen Sketchen trugen die Butterferkskes und die Systemadministratoren auf der Suche nach dem neuen Bachelor zum Programm bei. Gleich ein komplettes Theaterstück in drei Akten brachten Johannes Houben, Susanna Jochims und ihre Freunde auf die Bühne. Ebenfalls richtig gut war die Comedy, die sich die Gruppe Möschekaramba ausgedacht hatte, nicht zuletzt mit ihrem Werbefilm für neue Mitarbeiter im Rathaus.

Tänzerisch engagierten sich auch die rote Funkengarde, die Garden „Next Generation“ und „First Generation“ vom Verein „girls@dance“ sowie dessen Solotänzerinnen Julia Nießen und Laura Freytag. Der Villanueva Rumba Club tanzte südamerikanisch, die Feuerwehrleute als Stormtrooper aus Star Wars und Balletteleven, die Ladyracher als Schornsteinfeger. Die Cellulitas und das Duo Boggelchen begeisterten mit ihren Liedern, und vor dem Finale heizte die Band Schöppkes dem Publikum noch einmal so richtig ein.

Mehr von Aachener Nachrichten