Erkelenz: Baugrundstücke in Erkelenzer Innenstadt werden knapp

Erkelenz: Baugrundstücke in Erkelenzer Innenstadt werden knapp

Das Angebot an Baugrundstücken in der Innenstadt von Erkelenz gilt langsam als erschöpft, betonte der Planungsamtsleiter Manfred Orth auf der jüngsten Sitzung des Bauausschusses. Nun werden zentrumsnah neue Baugrundstücke erschlossen, um Planungslücken zu schließen.

Im Planungsgebiet zwischen Meerstraße, Leo-Heinrichs-Weg sowie Karl-Platz- und Oestricher Straße sind zwei ungenutzte Baugrundstücke und ein rund 0,5 Hektar großes Areal, das bislang landwirtschaftlich genutzt wurde, die nun zu Bauland umgewandelt werden sollen.

Das städtebauliche Konzept sieht eine offene ein- bis zweigeschossige Bauweise von Einzel- und Doppelhäusern vor. Das entsprechende Baugebiet soll durch eine Stichstraße vom Leo-Heinrichs-Weg aus erschlossen werden.

Die immissionsschutzrechtliche Prüfung ergab keine Bedenken gegen die Entwicklung des Wohngebietes, betonte Orth. Zehn bis zwölf Grundstücke werden nach der entsprechenden Bebauungsplanänderung zur Verfügung stehen.

Sie sollen durch die städtische Grundstücks- und Entwicklungsgesellschaft (GEE) vermarktet werden. Ein angrenzender ehemaliger Landwirtschaftsbetrieb soll zu Wohnungen ausgebaut werden. Bis 2016 soll der Baugrund zur Verfügung stehen.

Neuer Bebauungsplan

Damit dem nichts im Wege steht, hat der Bauausschuss beschlossen, einen entsprechenden Bebauungsplan aufstellen zu lassen und einen Entwurf für die städtebauliche Nutzung zu erarbeiten. Der derzeitige Bebauungsplan stammt aus dem Jahr 1961 und ist teilweise nicht mehr auf dem aktuellen Rechtsstand, wie Orth erklärte.

In Schwanenberg haben die beiden Straßen zum Baugebiet Tichelkamp, das vom Rheinweg abgeht, ihre Namen erhalten. Auf Vorschlag des Schwanenberger Bezirksausschusses beschloss der Hauptausschuss, dass die beiden Straßen künftig „Tichelkamp“ und „Leyensring“ heißen werden.

Letzterer Name weist auf eine jüdische Familie hin, die einmal in Schwanenberg gewohnt hat. Mitglieder der Familie leben heute in Großbritannien und unterhalten gute Beziehungen zu ihrem ehemaligen Heimatort.

(hewi)
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