Waldfeucht: Banküberfall in Waldfeucht: Bewaffneter raubt Sparkasse aus

Waldfeucht : Banküberfall in Waldfeucht: Bewaffneter raubt Sparkasse aus

Am Ende war der Täter verschwunden. Er war mit dem Geld entkommen, das er in der Filiale der Kreissparkasse Heinsberg in Waldfeucht geraubt hatte. Wo er ist, weiß die Polizei derzeit nicht. Es ist auch noch ungeklärt, wie viel Geld er erbeuten konnte.

Begonnen hatte all das am Mittwochvormittag gegen 10.30 Uhr. Nach Angaben der Heinsberger Polizei war der vermummte Bankräuber — mit einer Pistole bewaffnet — in die Filiale am Waldfeuchter Markt gegangen. Drinnen bedrohte er die Angestellten der Bank mit der Schusswaffe und forderte Bargeld. Bankkunden waren nach Angaben von Polizeisprecher Karl-Heinz Frenken nicht in der Filiale, die etwas Abseits von der Brabanter Straße mitten in Waldfeucht liegt.

Als der Räuber die Pistole auf die Angestellten richtete, gaben sie Bargeld heraus. Der Täter soll das Geld nach Angaben der Polizei in einen Stoffbeutel gesteckt haben, den er mitgebracht hatte. Wie viel Geld er erbeuten konnte, wisse die Polizei noch nicht, sagte Frenken. Klar sei jedoch, dass der Bankräuber, der sein Gesicht mit einer schwarzen Strickmütze verdeckt hatte, die Bank durch den Hinterausgang verlassen hat. Dieser Ausgang führt zum Parkplatz am Dr.-Kitschen-Platz. Ob der Täter von dort zunächst weiter zu Fuß davonlief oder ob ein Fluchtwagen bereitstand, ist bislang nicht geklärt.

Von dem Überfall an sich hatten die meisten Anwohner offensichtlich wenig mitbekommen. Nachbarn der Bank sagten, dass sie erst darauf aufmerksam geworden seien, als die Polizei anrückte und einen Suchhubschrauber über Waldfeucht kreisen ließ. „Ich habe hier gesessen und die Polizisten mit Maschinenpistolen gesehen. Dann habe ich gesehen, dass die Straßen abgesperrt waren“, sagte Mario de Riggi, Inhaber der Pizzeria Mario e Rino, die nahe der Kreissparkassenfiliale in Waldfeucht liegt.

Ansonsten habe de Riggi nichts Verdächtiges bemerkt. Etwas mulmig war es ihm nach dem Überfall aber trotzdem zumute: „Ein gutes Gefühl ist das nicht, wenn sich Leute so etwas erlauben“, sagt er. Auch weil die Filiale in den vergangenen Jahren schon mehrfach überfallen worden sei, wie er sagte. Auch der Geldautomat sei schon einmal in die Luft gesprengt worden, sagte de Riggi, der die Pizzeria seit 18 Jahren betreibe.

Fahndung auch in Niederlanden

De Riggi vermutete, dass die Filiale von den Räubern ausgewählt worden war, weil sie „etwas versteckt“ abseits der Straße liege. Ein anderer Nachbar sagte, dass die Bankmitarbeiter dort bis vor Kurzem noch „hinter Scheiben“ gesessen hätten, die aber nun abgebaut worden seien. Vielleicht habe das den Täter angelockt. Die Kreissparkassenfiliale in Waldfeucht blieb nach dem Überfall jedenfalls für den Rest des Tages geschlossen.

Obwohl die Polizei nach ihrem Eintreffen umgehend die umliegenden Straßen abriegelte und eine Fahndung einleitete, fehlt von dem Täter jede Spur. „Die bisherigen polizeilichen Fahndungsmaßnahmen, die auch auf die Niederlande ausgedehnt wurden, führten noch nicht zu dem Täter“, so Frenken. Daher sucht die Polizei weitere Zeugen und bittet um Hinweise zum flüchtigen Bankräuber.

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