Bahnhöfe in Wegberg sollen nachgebessert werden

Bahnlinie RB 34 : FDP fordert Nachbesserung an den Bahnsteigen

Die Wegberger FDP fordert eine zügige Nachbesserung an den Bahnhöfen der Linie RB 34, die Wegberg mit Mönchengladbach verbindet, weil der Höhenunterschied zwischen Zug und Bahnsteig zu groß sei.

So ließe sich knapp der Vorstoß der Ortsverbandsvorsitzenden Katharina Wagner auf den Punkt bringen.

Seit rund einem Jahr kommen auf der Bahnlinie RB 34, die Wegberg mit Mönchengladbach verbindet, neue Triebwagen zum Einsatz. Doch die Freude über die neuen Fahrzeuge sei von Anfang an getrübt gewesen, erklärt sie. Wegen des großen Abstandes zwischen Zug und Bahnsteigkante gestalte sich das Ein- und Aussteigen einfach zu beschwerlich. Der Höhenunterschied zwischen Zug und Bahnsteig sei oft nur schwer und nur mit Hilfe zu überwinden. Das wollen die Liberalen geändert wissen.

Eine schnell versprochene Abhilfe sehe leider nur so aus: „An den Bahnhöfen Arsbeck und Dalheim wurde im Rahmen von Baumaßnahmen die Pflasterung der Bahnsteige erneuert.

Vermutlich soll es sich dabei um die angekündigten Baumaßnahmen zur Bahnsteigaufhöhung handeln“, schreibt Wagner in einer Stellungnahme. „Für Mobilitätseingeschränkte, dazu gehören neben den behinderten Menschen auch Eltern mit Kinderwagen, Senioren mit Einkaufshilfen und Rollatoren, aber auch für Fahrradfahrer und Reisende mit Gepäck ist ein erleichterter Zugang zu den Zügen der RB 34 durch die Baumaßnahme jedoch nicht eingetreten, ganz zu schweigen von einer Barrierefreiheit.

Die auf der Linie RB 34 eingesetzten Fahrzeuge verfügen über einen sehr schmalen ausfahrbaren Schiebetritt, der als Stufe zu den Bahnsteigen bzw. zum Zug fungiert. Die vom Bahnsteig Dalheim zu überwindende Höhendifferenz auf diesen schmalen Schiebetritt beträgt noch immer 28 cm, zum Zug muss eine weitere Höhendifferenz überwunden werden.“ Zum Vergleich führt Wagner Treppenstufen an, die üblicherweise 17 cm hoch und mindestens doppelt so breit wie der Schiebetritt seien.

„Die Höhendifferenz gepaart mit der geringen Tiefe des Tritts erschweren das Ein- und Aussteigen nicht nur weiterhin erheblich, sie ist für ältere Menschen sehr gefahrengeneigt und für Behinderte nahezu unmöglich.“

Die Baumaßnahmen sollten laut Wagner zudem zu einer Umfeldaufwertung führen, doch diese sei an den Bahnhöfen Arsbeck und Dalheim nicht zu erkennen. „An den Bahnhöfen wurde ausschließlich das Pflaster unmittelbar am Bahnsteig verlegt. Ein Erreichen des Bahnsteigs ist nach wie vor nur über Schotter, kaputte Gehplatten und durch Schlaglöcher möglich. Dies ist ein erhebliches Ärgernis für Berufspendler mit ordentlichem Schuhwerk. Abgerundet wird der heruntergekommene Zustand des Bahnhofs Dalheim durch die lieblos ausgeführten Flickarbeiten im Buswendebereich.“

Parken nicht verbessert

Daneben habe sich die Parksituation am Bahnhof Dalheim weiterhin nicht verbessert. Das Parkverbot erfasse nach wie vor im Wesentlichen einen Bereich, den die Busse nicht zum Wenden benötigten.

In einer offiziellen Anfrage an die Stadt wollen die Liberalen nun unter anderem wissen, zu welchem Zeitpunkt „die endgültige barrierefreie Umgestaltung“ der Bahnsteige zu erwarten sei.

Auch fragen sie: „Wann erfolgt die angekündigte Umfeldaufwertung an den Bahnhöfen Arsbeck und Dalheim? Wann wird ein befestigter und verkehrssicherer Zugang zum Bahnsteig Dalheim und Arsbeck geschaffen? Wann ist mit der Einschränkung des absoluten Halteverbots am Bahnhof Dalheim auf den für die Busse erforderlichen Wendekreis zu rechnen?“ (her)

(her)