Azubi-Speed-Dating: Schüler kommen mit Firmen in Kontakt

Azubi-Speed-Dating : Superchance, Persönlichkeit zu zeigen

Wer einen Ausbildungsplatz für 2019 oder 2020 suchte, war beim Azubi-Speed-Dating der IHK Aachen in der Festhalle Oberbruch genau richtig.

Denn bei „Speed-Aix“, das die IHK gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit durchführte, präsentierten 35 Unternehmen ihre vielfältigen Ausbildungsangebote. Alle Jugendlichen, die noch keinen Ausbildungsplatz haben, konnten kostenlos teilnehmen.

Michael Arth, Referent für Ausbildungsmarketing bei der IHK, rechnete mit circa 100 bis 150 jugendlichen Bewerbern. Die teilnehmenden Betriebe operieren regional aber auch global in den verschiedensten Tätigkeitsfeldern. Wichtig für die jugendlichen Ausbildungsplatzbewerber war es, mit konkreten Vorstellungen aufzuschlagen. Michael Arth verwies darauf, dass es sich bei „Speed-Aix“ nicht um eine Berufsbörse handelt, sondern um die konkrete Anbahnung eines Ausbildungsverhältnisses.

Das Interesse der Unternehmen, einen Auszubildenden zu finden, sei groß. Dies bestätigten auch Roland Kohnen und Maike Classen, Ausbildungsleiter bei Mobau Wirtz & Classen. Die Zeit als man noch aus einer Vielzahl von Super-Bewerbern habe auswählen können, so Roland Kohnen, sei vorbei. Vor einigen Jahren habe man noch Bewerber mit sehr guter Qualifikation abweisen müssen, weil nicht genügend Ausbildungsplätze zur Verfügung standen. Dies sei heute deutlich anders.

2019 bietet Mobau Wirtz & Classen 15 Ausbildungsplätze an den verschiedenen Unternehmensstandorten an. Drei davon seien derzeit noch nicht besetzt, sagte Maike Classen. Der demografische Wandel und der Trend bei den Jugendlichen erst einmal zu studieren, seien mitverantwortlich für den Rückgang der Bewerber. Studienabbrecher seien aber aufgrund ihrer Lebenserfahrung, so hat Roland Kohnen erfahren, sehr gute Azubis. „Die haben sich schon die Hörner abgestoßen.“ Roland Kohnen machte beim Azubi-Speed-Dating vor allem gute Erfahrungen mit Bewerbern, die aus eigenem Antrieb kommen. Diese seien oft gut vorbereitet.

Leon Klinkenberger war aus dem Selfkant zum Speed-Dating gekommen. Im Foyer der Festhalle konnte er Tickets lösen für die Bewerbungsgespräche bei den Unternehmen, die er sich ausgesucht hatte. Zehn Minuten dauerte ein solches Gespräch. Leon Klinkenberg möchte eine Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik machen.

Er nahm Platz am Tisch von Maike Classen und Roland Kohnen. Seine Bewerbungsmappe hatte er dabei, wohl auch das richtige Unternehmen angepeilt. Denn  einer der drei noch offenen Stellen bei Mobau Wirtz & Classen würde seinem Ausbildungswunsch entsprechen. Michael Arth erklärte, dass am Ende des Gesprächs nicht gleich ein Ausbildungsvertrag geschlossen werden müsste, doch der persönliche Kontakt, könnte etwa über ein Praktikum vertieft werden.

Hans-Werner Hinz vertrat die Bundesagentur für Arbeit, die beim Azubi-Speed-Dating erstmalig mit im Boot saß. 300 Einladungen hatte die Agentur an ihre Klienten verschickt, was sicherlich dazu beitrug, dass die Besucherzahlen in diesem Jahr besser ausfielen als im letzten. Hans-Werner Hinz: „Das Azubi-Speed-Dating ist eine Superchance für die Jugendlichen mit ihrer Persönlichkeit zu punkten.“

(defi)
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