Azubi-Projekt der Kreissparkasse Heinsberg fördert die Finanzkompetenz

Finanzkompetenz : Kinder lernen den Umgang mit Geld

Ein Projekt, bei dem Kinder den Umgang mit Geld lernen, hatten sich die Azubis der Kreissparkasse Heinsberg ausgedacht. Im Mittelpunkt des Projekts „Finanzkompetenz für Vorschulkinder“ standen die Kinder des Familienzentrums St. Lambertus Dremmen.

Und für sie gab es spannende Fragen zu klären. Die Azubis gaben Antworten auf Fragen wie „Was ist Geld?“ „Kommt das Geld  unbegrenzt aus den Automaten? Und was bekommt man für das eigene Geld?“.

„Viele Kinder glauben tatsächlich, dass man zur Bank geht und die Bankkarte unbegrenzt Geld aus dem Geldautomaten wirft. Dass man für sein eigenes Geld zum Beispiel einer Arbeit nachgehen muss, ist einigen nicht bewusst“, erklärte Bettina Gubernator, Leiterin des St. Lambertus Kindergarten. Daher habe sie sich sehr gefreut, als Melanie Liedtke, Ausbildungsreferentin der Kreissparkasse Heinsberg, dem Familienzentrum angeboten hat, ein Azubi-Projekt rund um das Geld mit den Vorschulkindern zu starten.

Das mehrtägige Projekt war nicht nur für den Kindergarten eine Premiere, auch für die vier Auszubildenden der Sparkasse war es das erste Mal. Sie hatten sich im Vorfeld intensiv darauf vorbereitet, das Thema „Finanzkompetenz“ für die Kleinsten aufzubereiten. Schrittweise erarbeiteten sie mit den Kindern die Entstehungsgeschichte des Geldes, brachten den Wert des Geldes spielerisch näher und erklärten, warum das Sparen so wichtig ist.

Ein Kaufladen samt Kasse und Händlerterminal ermöglichte den Kindern das Einkaufen und anschließende Bezahlen mit Bar-, sprich, Spielgeld oder auf Wunsch selbstverständlich auch mit der Bankkarte. Begleitet wurden die Projekttage von dem Eisbären „Schnuffi“. Er bewachte den Schatz der Kinder, das wertvolle Spielgeld, und wurde von den Kindern zum „Schatzbären“ ernannt.

Mit Handgeld zum Supermarkt

Den Abschluss bildete der Besuch in einem benachbarten Supermarkt. Dabei sollte das neu Erlernte praktisch umgesetzt werden. Ausgestattet mit zwei Euro „Handgeld“ durfte jedes der 19 Vorschulkinder Lebensmittel oder Getränke für ein anschließendes Picknick kaufen. Die Vorfreude war riesig – nicht nur bei den Kindern, auch die Auszubildenden waren gespannt, wie die Kinder diese Aufgabe nach den Projekttagen lösen würden. Die Kinder meisterten die Herausforderung souverän. Mit kleiner Unterstützung wurden alle Zutaten für ein abwechslungsreiches Picknick erstanden. Wie es sich gehört, wurden natürlich alle Kassenbons mitgenommen und kontrolliert – schließlich wollten die jungen Einkäuferinnen und Einkäufer ihre Ausgaben im Blick haben.

Am Ende der Projekttage wurden die Kinder ausgestattet mit einer Geldbörse und einem persönlichen „Schnuffi“  – was die angehenden Schulkinder mächtig stolz machte.

Marie-Theres Jakobs-Bolten, Direktorin Vorstandssekretariat und Personal der Kreissparkasse, war von der Idee und Umsetzung des Projektes durch ihre Auszubildenden begeistert. „Heutzutage ist es wichtig, Kinder schon früh mit dem Thema ‚Geld‘ in Berührung zu bringen und den Zusammenhang zwischen Wünschen und verfügbaren finanziellen Mitteln zu verdeutlichen“, sagte sie. „Einige Jugendliche lernen den richtigen Umgang mit Geld oft nicht mehr. Null-Prozent-Finanzierungen im Handel machen es leicht, Wünsche direkt zur erfüllen“. Oftmals verschulde sich der ein oder andere dabei.