AWO-Kreisvorsitzender Bernd Reibel bekommt Verdienstmedaillle

Jahrzehntelanges Engagement : AWO-Kreisvorsitzender Bernd Reibel wird geehrt

Die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, verliehen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, hat Landrat Stephan Pusch an Bernd Reibel aus Randerath überreicht.

Im Rahmen einer eierstunde in der neuen Tagespflege-Einrichtung der AWO in Heinsberg gratulierte Pusch und zitierte aus der Begründung des Vorschlags: „Bernd Reibel hat durch sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement im sozialen Bereich auszeichnungswürdige Verdienste erworben.“

Was dann folgte, war eine lange Liste an ehrenamtlichen Tätigkeiten für junge Menschen, aber auch für Senioren. Seit 1982 gehört der 62-Jährige dem AWO-Ortsverein Oberbruch an. Im Jahr 2000 wurde er Vorsitzender des Vereins, dem 310 Mitglieder angehören.

Von Beginn an organisierte und leitete er Kinder- und Jugendfahrten. „Es ist ihm ein besonderes Anliegen, dass auch Kinder aus sozial schwachen Familien an den Fahrten teilnehmen können“, hieß es in der Begründung weiter. Zudem organisiere er Ausflüge, Spielnachmittage, Weihnachtsfeiern und betreue die Altenstube in Oberbruch.

Seit 2000 war Reibel stellvertretender Vorsitzender des AWO-Kreisverbands, seit 2016 ist er dessen Vorsitzender. „Viele Projekte wären ohne seine Ausdauer und Beharrlichkeit nicht durchgeführt worden.“

Nicht vergessen wurde in der Begründung schließlich, dass Reibel, von Beruf Zerspanungsmechaniker Fachrichtung Frästechnik, seit 1974 Mitglied der IG Metall und seit 1989 Mitglied der SPD ist und von 2005 bis 2013 als Schöffe in verschiedenen großen Strafkammern des Landgerichts Aachen tätig war.

„Keine einzelne Großtat, sondern großartiges langjähriges Wirken“, fasste Pusch dann in eigenen Worten die Verdienste Reibels zusammen. Mit Verlässlichkeit, Langfristigkeit und Nachhaltigkeit in seinem Engagement habe er Gemeinschaft möglich gemacht. Durch ihn hätten die Jugendlichen erfahren, „dass Gemeinschaft Regeln braucht, dass Gemeinschaft gegenseitigen Respekt bedeutet, dass Gemeinschaft Vorurteile und Barrieren abbaut.“ Und schließlich komme bei Reibel auch das Randerather Vereinsleben nicht zu kurz, ergänzte der Landrat.

„Wir brauchen solche Leute, die sich für das Gemeinwohl einsetzen“, schloss sich Bürgermeister Wolfgang Dieder den Glückwünschen an. Reibel vertrete nicht nur seine eigenen Werte, sondern auch die der AWO, hatte Andreas Wagner, Geschäftsführer des AWO-Kreisverbands, schon in seiner Begrüßung betont. „Du brauchst keine großen Worte für das, was Du tust. Du machst einfach – und das mit einer wunderbaren Wirkung für alle, die davon gewahr werden.“ Zudem seien nicht nur seine Frau Brigitte, sondern seine ganze Familie bei Aktivitäten mit von der Partie, sodass „das Familienunternehmen Reibel“ vollste Anerkennung genieße.