Ausstellung: Irene Heinen zeigt Werke in Kreissparkasse

Ausstellung in Kreissparkasse eröffnet : Irene Heinen zeigt Acryl auf Leinwand

Vor zehn Jahren, in der Anfangsphase ihres Schaffens, hatte die Heinsberger Künstlerin Irene Heinen schon einmal in den Räumen der Kreissparkasse an der Heinsberger Hochstraße ausgestellt. Jetzt ist sie dort mit einer neuen Ausstellung wieder zu Gast.

Noch bis zum 30. Oktober sind die 26 großformatigen, abstrakten Werke in Acryl auf Leinwand mit Maßen bis zu 160 mal 100 Zentimetern dort auf zwei Etagen zu sehen.

In seiner Begrüßung nahm Dr. Richard Nouvertné, Vorstand der Kreissparkasse, zunächst die unterschiedlichen Wege eines Menschen zum Erfolg in den Blick. Da gebe es den direkten des zielstrebigen Existenzgründers und den zweiten, den „verschlungenen“, ganz anderen Weg. Als Beispiel nannte er die Hobbysportlerin, der ihr Erfolg in die Wiege gelegt worden sei und die dann damit erfolgreich sei.

Diesen zweiten Weg sei auch Irene Heinen gegangen. Auch ihr sei ihr Talent in die Wiege gelegt worden. Entdeckt habe sie es jedoch eher zufällig, im Jahr 2003. Ihre betagten Eltern hätten damals einer immer intensiveren Pflege bedurft. Auf der Suche, mit dieser Belastung fertig zu werden, habe Irene Heinen die Malerei für sich entdeckt. Die Bilder hätten bei Kollegen, Bekannten und Freunden Zuspruch gefunden. „Es sprach sich ganz analog herum, dass Irene Heinen schöne Bilder malt“, so Nouvertné. Das Malen habe sie damals wie ein Fieber befallen, erklärte er. Und auch heute male sie noch täglich, oft mehrere Wochen an einem Bild, da der Farbauftrag in Schichten erfolge.

Parallel habe sich die Malerin kontinuierlich fortgebildet, bei bekannten Künstlern wie Peter Valentiner, Bernd Klimmer, Robert Suess, Gerhard Almbauer, Katharina Lichtenscheid oder Robert Zielasco. Regelmäßig nehme sie an Kunstveranstaltungen in der Region teil wie am Kunst- und Kulturtag in Wassenberg. Zahlreiche Einzelausstellungen komplettieren ihre künstlerische Biographie.

Die Farbgebung habe sich dabei im Laufe der Zeit verändert, stellte Nouvertné fest, von bunten Farben zu mehr Weiß- und Grautönen, kombiniert mit Rot oder Ocker. Diese Art der Malerei passe zur modernen, kühlen Innenarchitektur mit großen, freien Wänden. Irene Heinen verzichte zudem auf Titel für ihre Werke und auch ganz bewusst auf Werbung, auch auf einen Internetauftritt. „Die hat sie auch gar nicht mehr nötig“, sagte er und schloss: „Sie ist vom Fieber infiziert, und eine Heilung ist zum Glück nicht in Sicht!“

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