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Auftakt zur ZWAR Netzwerkgründung in Geilenkirchen

Neugründung : Den Ruhestand sinnvoll nutzen

Viele Menschen waren zur Auftaktveranstaltung zur Gründung eines ZWAR-Netzwerks in die Aula der Städtischen Realschule Geilenkirchen gekommen. ZWAR, das steht für das Projekt „Zwischen Arbeit und Ruhestand“ für Menschen zwischen 55 und 70 Jahren.

Die gemeinsame Einladung der Kooperationspartner des Projekts ZWAR, der Stadt Geilenkirchen, dem Caritasverband für die Region Heinsberg und der Franziskusheim gGmbH und der ZWAR Zentralstelle NRW, stieß auf eine gute Resonanz seitens der teilnehmenden Bürger.

Die Begrüßung übernahm Geilenkirchens Bürgermeister Georg Schmitz. „Sie alle eint die Tatsache, dass Sie sich in einer Phase Ihres Lebens befinden, in der sich gerade grundlegend etwas ändert“, wandte er sich an die Teilnehmer, die sich aus Ruheständlern, Menschen, die gerade den Ruhestand angetreten haben oder sich darauf vorbereiten, zusammensetzten. Der Alltag werde bei vielen nicht mehr bestimmt durch die tägliche Routine der Arbeit.

Man stehe nun vor der Herausforderung, diese Zeit sinnvoll zu füllen, fuhr er fort. „Dazu können Sie hier heute Abend bereits die ersten Schritte machen“, so Schmitz. Das ZWAR-Netzwerk stehe allen offen, Aktivitäten, Ideen und Projekte aus der Runde der Teilnehmer mit Gleichgesinnten in Eigeninitiative zu entwickeln. Passend hierfür sei der Spruch „Ich habe genau das richtige Alter, ich weiß nur noch nicht wofür“, zitierte Bürgermeister Schmitz. Er sei zuversichtlich, dass man heute Abend auf das „wofür“ eine Antwort gefunden haben werde.

Damit übergab er das Wort an Nicole Abels, Gemeindesozialarbeiterin des Caritasverbandes und ZWAR-Gruppenbegleiterin. Sie erklärte, dass sie gespannt sei, was an Ideen zusammenkomme. „Nichts muss, alles kann im Netzwerk passieren“, betonte sie. Dies sah Melanie Hafer-Weinberg, Mitarbeiterin der Franziskusheim gGmbH und ZWAR-Gruppenbegleiterin, genauso. Jeder habe es selber in der Hand, unabhängig von Vereinsbindungen und festen Strukturen Aktivitäten zu entwickeln, stellte sie heraus. „Ich bin vom ZWAR-Netzwerk fasziniert. Es bietet uns die Chance, dass in die Wege zu leiten, was wir wollen“, erklärte auch Christa Butenschön, Seniorenbeauftragte der Stadt Geilenkirchen.

Erwartungen an Ruhestand

Gemeinsam mit Christoph Nilles von der Stadt Geilenkirchen luden die Redner anschließend die Teilnehmer zu kleinen Kreisen in vier Gruppen ein, um erste Ideen zu entwickeln. Dabei halfen die vorgegebenen Fragen „Was hat sich seit dem Eintritt in den Ruhestand geändert?“, „Welche Erwartungen habe ich an den Ruhestand?“, „Welche Träume, Wünsche, Ideen sind auf der Strecke geblieben?“ und „Was möchten Sie gemeinsam mit anderen in einer neuen Gruppe tun?“.

Auf Plakaten wurden die Ideen gesammelt und später von den Teilnehmern im Plenum vorgestellt. Dazu zählten unter anderem  Konzert-, Museums- und Theaterbesuche, das Erlernen eines Instruments, Paddeltouren und fotografieren.