Arsbecker befürchtet Umkippen des Raky Weihers

Kein Frischwasserzulauf : Arsbecker befürchtet Umkippen des Raky Weihers

Auf mehr als 700.000 Euro beliefen sich die Kosten für die Renaturierung des Raky Weihers, in den Waldgebieten zwischen Arsbeck und Dalheim gelegen. Nach über dreijähriger Dauer wurden die Maßnahmen im Frühjahr abgeschlossen.

Der gegenwärtige Zustand des Naturreservats ruft allerdings Kritik auf den Plan. Von einer gewaltigen Fehlplanung spricht in diesem Zusammenhang Hugo Busch. Die Liebe zu diesem Idyll hat das Leben des heute 73-Jährigen geprägt. Von seinem Haus im Arsbecker Ortsteil Büch waren es für den früheren Bahnangestellten nur einige hundert Meter bis zum Raky Weiher. Insbesondere in den Herbstmonaten, wenn Laub und Astwerk das Wehr des Raky Weihers verstopften, opferte Busch seine Freizeit und verhinderte mit dem Reinigen des Abflusses, dass das Wasser über die Ufer des Weihers trat.

„Natürlich habe ich die gesamte Umstrukturierung des Weihers während der dreijährigen Umbauphase direkt verfolgt“, blickt Busch auf die letzten drei Jahre zurück. „Ich hatte von Anbeginn an meine Zweifel. Was die ausgewiesenen Experten und Fachleute hier konstruierten, deutete für mich auf eine Fehlplanung hin,“ so Busch. Der Weiher sei durch einen Damm gänzlich vom Helpensteiner Bach, dem Zufluss des Weihers, getrennt. Dadurch, so Busch, sei verhindert worden, dass Frischwasser in den Teich gelange. Die Folge sei, dass der Weiher zu einem stehenden Gewässer umgewandelt worden sei.

Der gesamte Weiher werde nun von Wasserlinsen bedeckt. Dies ist nach Aussage von Busch die Folge des Mangels an Frischwasser. Ebenso stiegen hier und da Wasserblasen an die Oberfläche, was auf Faulgase schließen lasse. Es dürfte laut Busch nur eine Frage der Zeit sein, wann das Wasser umkippe und Fischen sowie Amphibien keinen Lebensraum mehr biete.

(gp)