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Heinsberg: Angemerkt: Projekt steht auf tönernen Füßen

Heinsberg : Angemerkt: Projekt steht auf tönernen Füßen

Der „Glücksexpress“ will noch nicht so recht Fahrt aufnehmen. Es gibt offene Fragen zu Finanzierung, Marketing und Betriebsgenehmigungen. Die lassen sich aber beantworten. Daraus ergibt sich — so sieht es derzeit aus — kein Problem, das sich nicht lösen lässt.

Vielleicht gelingt es den Verantwortlichen des Unternehmervereins „Gastvrij Roerdalen-Wassenberg“ tatsächlich, diesen Sonnenzug, der wohlgemerkt hauptsächlich mit Steckdosenstrom fährt, auf die Straße zu bringen. Das wäre für die Stadt Wassenberg ein weiterer Baustein in ihrem umfassender werdenden Tourismusprofil.

Um die vielen Fragezeichen in Ausrufezeichen zu verwandeln, braucht man aber vor allem eins: ein schlüssigeres Personalkonzept. Es sagt sich leicht, dass der Zug von Ehrenamtlern gefahren werden soll. Ob sich tatsächlich genügend Menschen finden, die ohne adäquate Bezahlung regelmäßig die Bimmelbahn auf Gummireifen steuern, ist noch völlig offen. In Zeiten, in denen die Gesellschaft droht, ihre Ehrenamtler mit immer neuen Aufgaben und Anforderungen zu verschleißen, könnten die ehrenamtlichen Fahrer für den „Glücks- express“ zum Bremsklotz werden.

Solange nicht klar ist, wie viele Fahrer sich freiwillig langfristig engagieren, steht das Projekt auf tönernen Füßen.