St.-Martins-Sammlung: Alte Kleidung für den guten Zweck

St.-Martins-Sammlung : Alte Kleidung für den guten Zweck

Die katholischen Pfarreien und Verbände veranstalten am kommenden Samstag, 16. November, ihre traditionelle St. Martin-Kleidersammlung. Damit werden Institutionen und Projekte unterstützt.

Die Bevölkerung im Kreis Heinsberg kann wieder bis 9 Uhr ihre Altkleidersäcke, die in diesen Tagen von zahlreichen Pfarrangehörigen an alle Haushalte verteilt werden, an die Straße stellen. Damit hilft sie den Organisatoren der St. Martins-Kleidersammlung, finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten für viele sozial-caritative Institutionen und Projekte zu erwirtschaften.

Ab 9  Uhr rollen dann wieder über dreihundert Traktoren, Kleinlaster und Autos durch den Kreis Heinsberg. Sie bringen die Kleidertüten zu den neun über das Kreisgebiet verteilten Verladestellen. In kurzer Zeit werden die zahlreichen  ehrenamtlichen Helfer aus den katholischen Pfarrgemeinden und Verbänden, vom Cusanus Gymnasium Erkelenz und vom Bischöflichen Gymnasium St. Ursula in Geilenkirchen wieder viele Tonnen an Alttextilien und Schuhen einsammeln. Über die Kolping-Recycling GmbH werden diese vermarktet und verwertet. Der Erlös wird dann über die Gemeinschaften der Gemeinden und über die Katholische Region Heinsberg im  Bistum Aachen an die Projekte verteilt.

So unterstützt die GdG Heinsberg-Waldfeucht das Projekt „Schwester Christa“ in den Slums von Santa Cruz in Bolivien; aus der GdG Erkelenz erhält die Eine-Welt-AG des Cusanus Gymnasium Projektgelder, um damit weiterhin den Kampf des Aluisio Peirara für die Straßenkinder Mangueiras im Nordosten Brasiliens zu stärken; der Regionale Katholikenrat fördert das Präventionsprojekt Kids&Co; der Sozialdienst katholischer Frauen und Männer finanziert aus den Fördermitteln Anti-Gewalt-Trainingskurse für Männer sowie den Täter-Opfer-Ausgleich; der Verein AMOS e.V. hat ein vielfältiges Unterstützungssystem für langzeitarbeitslose oder von materieller Armut betroffenen Menschen entwickelt; die KAB unterhält mit den Martinsgeldern einen sozialen Begegnungsraum in Birgden; die Pfarrei St. Petrus in Übach-Palenberg unterstützt seit vielen Jahren die Aktion Interplast, durch die missgebildete Kinder in Asien und Lateinamerika für deren Familien kostenfrei operiert werden; der KAB-Berufsverband nutzt die Gelder zur Aufrechterhaltung der regionalen Arbeitslosenberatung im Kreis Heinsberg; die GdG Selfkant unterstützt die Jakob-Muth-Schule (vormals Mercator-Schule/Don-Bosco-Schule) in Gangelt,  die das Angebot an Förderschwerpunkten weiter ausbauen konnte. Die GdG Wegberg unterstützt Abbé George, der sich für den Unterhalt und weiteren Ausbau der Krankenstation in Burundi einsetzt. Seitens der GdG Selfkant erfährt der Missionskreis Osteuropa für sein Engagement bei der Unterstützung notleidender Menschen in den Ländern Osteuropas, insbesondere in Rumänien, finanzielle Förderung. Die GdG Hückelhoven unterstützt das Missionsprojekt Mont des Oliviers Schule in Haiti, dessen Arbeit aus rein Spenden finanzierten Mitteln ermöglicht wird; der Caritasverband unterstützt die Caritaswerkstatt Schierwaldenrath, die in ihren FairKaufhäusern kostengünstigen Einkauf und nachhaltigen Umgang mit Konsumgütern ermöglicht. Aus der GdG Geilenkirchen erhält die ‚Eine-Welt-AG‘ des Gymnasium St. Ursula für ihr Schulpartnerschafts-Projekt VOZAMA (Dorfschulbewegung für die Grundbildung der Kinder im Hochland von Madagaskar) finanzielle Unterstützung.

Wichtig ist es, dass die Säcke erst am Morgen des Sammeltagesan die Straße gestellt werden, da sonst die Gefahr besteht, dass unliebsame private Sammler sich der Kleiderspenden bemächtigen. Wer ganz sicher gehen will und auch größere Mengen an Kleidung abgeben möchte, kann dies am Sammeltag direkt an den Verladestationen bis 12 Uhr erledigen. In der Erkelenzer Kernstadt werden die Säcke nicht an den Straßen eingesammelt, sondern können an den Verladestellen abgegeben werden. Ebenso in Heinsberg im Gebiet der Pfarrei St. Gangolf in Heinsberg. Diese hat eine zentrale Sammelstelle am Parkplatz gegenüber dem Jugendheim „Die Brücke“ auf der Westpromenade eingerichtet.

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