Alexandra Schütz und Gisela Stotzka stellen in der Galerie ProArte aus

Vernissage am Freitag : Ausstellung „es menschelt“ in der Galerie ProArte

Unter dem Titel „es menschelt“ stellen Alexandra Schütz und Gisela Stotzka in der Galerie Pro Arte am Franziskanerplatz aus. Die Vernissage beginnt am Freitag, 8. März, um 19 Uhr.

Beiden Künstlerinnen gemeinsam ist sowohl die menschliche Betrachtungsseite als auch die künstlerische Ausbildung. Beide arbeiten mit unterschiedlichen Materialien bei der Umsetzung ihrer Ideen. Die Erkelenzerin Alexandra Schütz und die Wegbergerin Gisela Stotzka eröffnen den Ausstellungsreigen 2019 des Förderkreises mit einem Duett der Gegensätze und Gemeinsamkeiten.

Während Alexandra Schütz für ihre Gemälde vorwiegend Ölfarbe benutzt, sind es bei Gisela Stotzka Aquarellfarben und Tuschestifte. Malt die eine gerne bunt und in grellen Farben, so mag die andere es lieber dezent, oft in schwarz-weiß. Favorisiert Alexandra Schütz die große Leinwand oder Kamera, ist Gisela Stotzka eher für das kleine Format und Skulptur. Beide setzen auch schwierige, ernste Themen teils auf lockere, lustige Art ins Bild. Beiden sind auch Worte und Texte ganz wichtige Ausdrucksmittel. Das Dasein, die Befindlichkeiten, alles Menschliche findet seine Resonanz in Darstellung und Umfeld.

Bei „es menschelt“ sind nicht nur die mal realistisch oder mal abstrakt gehaltene Figuren, sondern auch die inhaltlichen wie Krankheit, Liebe, Tod, Politik oder Religion gegenständlich. In ihren Bildern oder Fotografien dienen oft die „kleinen Dinge des Lebens“, die als Inspirationsquelle der künstlerischen Arbeiten der Erkelenzerin zur Verfügung stehen. Sowohl ihre handwerkliche sowie künstlerische Ausbildung und Theaterleidenschaft, der sie jahrelang in der Konzeption und Durchführung von Bühnenbildern Ausdruck verlieh, sind das Fundament der Künstlerin Schütz. Ein Schwerpunkt der Arbeit der gelernten Maler- und Lackiererin ist die Kirchenrestauration.

Keramik war der Ausgangspunkt des künstlerischen Schaffens von Gisela Stotzka. Im Mittelpunkt des Design-Studiums an der FH Niederrhein stand zunächst die klassische Gefäßkeramik, dann auch Figuren. 1999 wandte sie sich der Malerei zu. Zwei Schwerpunkte bildeten sich heraus: Tuschebilder, aus tausenden von Punkten zusammengesetzt, und Aquarellbilder. Installationen kamen als letztes Arbeitsgebiet dazu. Als Künstlerin hat sich die Wegbergerin auch politisch positioniert.

Deshalb fertigte sie auch Werke zu Ausstellungen wie „Künstler gegen Tihange” oder kürzlich für die Aachener Friedenstage zum Thema „Die Macht der Gier”. Auch die Literatur gehört schon seit Kindertagen zu ihrem täglichen Umgang. Erst nach und nach entwickelt sie das Werden ihrer speziellen Form der Kurz- und „Kürzestgeschichten“: Fragmente aus Literatur, Gespräche mit Menschen, Notizen aus Zeitungen oder irgendeinem kleinen Stolperstein.

Die Ausstellung in der Galerie ProArte in Erkelenz im Franziskanerplatz 6 ist an den Sonntagen (10., 17., 24. März) jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Die Vernissage ist am Freitag, 8. März, um 19 Uhr.

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