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Ausstellung im Johanniter-Stift: Abstrakte Malerei von Waltraud Hilgers

Ausstellung im Johanniter-Stift : Abstrakte Malerei von Waltraud Hilgers

„Ein Bild wächst. Es ist für mich erst dann fertig, wenn alles stimmt.“ Diese Aussage stammt von Waltraud Hilgers. Die gebürtige Millicherin weiß, wovon sie spricht. Denn seit ihrem Ruhestand vor sechs Jahren verbringt sie viel Zeit tagsüber in ihrem Atelier, um abstrakte und gegenständliche Bilder zu malen. Das Ergebnis ihrer Malleidenschaft zeigt sie im Rahmen der Ausstellung „Abstrakte Malerei“ im Johanniter-Stift Erkelenz, Südpromenade 24, die am Sonntag, 30. September, um 16 Uhr eröffnet wird.

Bereits vor 15 Jahren begann Waltraud Hilgers mit der Malerei. Um sich malerisch fortzubilden, besuchte und besucht sie Kurse bei Dozenten wie Jochen Jung in Übach-Palenberg, Elke Thomas in Brachelen, Sabine Reder in Neuwerk und Elke Bürger in Erkelenz. Ihr bevorzugtes Mittel ist Acryl. „Mir ist es wichtig, dass ich schnell etwas ändern oder übermalen kann. Öl hingegen hat eine zu lange Trockenzeit“, erklärt sie. Ihr Vorgehen ansonsten ist ein intuitiver Prozess, ein Malen nach „Lust und Laune“, wie sie sagt.

Und so entstehen mal abstrakte und mal gegenständliche Bilder. Als Motive finden sich Blumen, Menschen, die abstrahiert sind und nur angedeutete Gesichter haben, sowie Flächen, die allein vom Farbspiel leben. Da sind Häuser, die sich im Wasser spiegeln. Für Waltraud Hilgers ist dies New York, auch wenn sie noch nie dort war. „Das Bild entstand rein aus der Fantasie heraus“, betont sie. Beflügelt von dieser Fantasie entstehen viele ihrer Bilder. Manchmal jedoch nimmt sie auch eine Vorlage, wie bei jenem Porträt einer Frau mit markanten Gesichtszügen.

Eine Entdeckungsreise

Titel tragen ihre Bilder nicht. Waltraud Hilgers überlässt es dem Betrachter, auf Entdeckungsreise in ihren Bildern zu gehen. Waltraud Hilgers greift mal zum Pinsel, Spachtel, Lappen, Schwamm oder nutzt ihre Finger. Zum Einsatz kommen auch Grillfolie oder Noppenfolie, um Effekte zu erzielen. Auch Holzstücke und Perlen werden eingearbeitet.

Auf diese Weise wächst jedes Bild bis zu dem Punkt, wo Waltraud Hilgers den letzten Strich setzt und den Betrachter auf Entdeckungsreise schickt.

Die Vernissage der Ausstellung „Abstrakte Malerei“ von Waltraud Hilgers ist am 30. September um 16 Uhr. Die Ausstellung kann noch bis zum 31. Dezember zu den regulären Besuchszeiten des Johanniter-Stifts besucht werden.