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Abschluss des Festjahres bei St. Josef mit vielen Ehrungen

Nächstenliebe : Der Mensch steht im Mittelpunkt

Nach einem Festakt im Februar, einem Tag Auszeit für die Mitarbeiter im Juni und einem großen Sommerfest in Höngen im August bildete die Weihnachtsfeier für alle aktiven und ehemaligen sowie die ehrenamtlichen Mitarbeiter den Abschluss des Festjahres zum 90-jährigen Bestehens der Vereinigung der Caritasschwestern vom heiligen Josef Selfkant.

Bei der Weihnachtsfeier sind es die Jubilare, die besondere Wertschätzung erfahren.Geschäftsführer Volker Kratz blickte noch einmal zurück zur Gründung des Ordens im Jahr 1928. Damals, in einer Zeit der Not nach dem Ersten Weltkrieg hätten sich die Schwestern auf das Wesentliche konzentriert, auf ihre Arbeit für die Kinder, die Alten und Kranken. „Sie haben zugepackt und ihre Aufgabe der Nächstenliebe in die Tat umgesetzt“, betonte er. „Genau das ist die Essenz aus 90 Jahren St. Josef!“

Sicherlich sei der Alltag in der Pflege nicht immer einfach zu bewältigen, räumte er ein. Und doch sei es vorrangige Aufgabe, die zu pflegenden Menschen, aber auch die eigenen Kolleginnen und Kollegen bei der täglichen Arbeit immer wieder in den Mittelpunkt des Geschehens zu rücken. „Das Fundament von St. Josef sind nämlich nicht die Grundmauern unserer Gebäude, sondern die Menschen, die bei uns leben und arbeiten“, erklärte er.

Die Feierlichkeiten im Laufe des Festjahres hätten jeden Einzelnen stark gefordert. Aber auch dabei habe sich gezeigt, dass Liebe und Hilfsbereitschaft, kurz gesagt die Nächstenliebe eine kostenfreie und zugleich so einfache Geste im Miteinander sei. „Ein großes Herz von jedem von uns, das braucht unsere Gesellschaft in diesen Tagen und auch für die Zukunft“, schloss er seine Ausführungen.

„Ich habe nicht viel Ahnung von Orden“, erklärte anschließend Pfarrer Sebastian Walde, der wie der katholische Pfarrer René Mertens ein Grußwort sprach. „Was ich aber weiß ist, dass Ihr immer in Ordnung wart und dass Ihr Euch mit Eurer Liebe und Anteilnahme immer dort eingebracht habt, wo etwas nicht in Ordnung war“, ergänzte er. Mit einer solchen Lebenseinstellung sei das bevorstehende Weihnachtsfest am 27. Dezember nicht wieder vorbei, sondern bleibe im Alltag spürbar und erfahrbar. „Bleibt in Ordnung!“, rief er den Mitarbeitern von St. Josef zu.

Ehrungen

Insgesamt 14 Mitarbeiter der Alten- und Pflegeheime St. Josef wurden im Laufe des Abends für ihre langjährige Mitarbeit geehrt: für zehn Jahre Christiane Alhorn-Keulen Alexandra Beckers, Lilian Drack, Ingrid Sauer, Bärbel Schrammen, Maria Sonnenschein und Anna Elisabeth Stoffels, für 20 Jahre Manfred Beckers, Habiba Dakkoun, Veronika Grefen, Ljuba Heinz und Hannelore Ohlenforst, für 25 Jahre Gabriele Winkler und Henk Vienerius.