63-Jähriger aus Heinsberg wird Opfer von Trickbetrug am Telefon

Lange Vorbereitung : Heinsberger wird Opfer von Trickbetrug am Telefon

Ein besonders langwieriger Fall von Telefonbetrug ist in Heinsberg-Dremmen passiert. Dort hat ein falscher Polizeibeamte so lange auf sein 63-jähriges Opfer eingeredet, bis dieser sein Geld aushändigte.

Laut Polizeibericht rief der Unbekannte zwischen Montag und Mittwoch mehrfach an. Dabei gaukelte er dem Heinsberger eine Geschichte vor, die so glaubhaft war, dass der Mann am Mittwochabend gegen 18 Uhr einen Umschlag mit Bargeld an den angeblichen Polizisten übergab, der an seine Haustür klingelte.

Nachdem der Mann den Umschlag erhalten hatte, flüchtete er in unbekannte Richtung. Erst einige Zeit später bemerkte der 63-Jährige, dass er Opfer von einem Trickbetrug geworden war und zeigte den Vorfall an.

Der Mann war etwa 20 Jahre alt und wirkte südländisch. Er trug einen kurzen Bart und hatte schwarze Haare, die etwas länger waren. Er war etwa 1,70 Meter groß und schlank. Deutsch schien nicht seine Muttersprache zu sein.

Die Polizei sucht nun nach Zeugen oder Personen, die Hinweise auf den oder die Täter geben können. Zuständig ist das Kriminalkommissariat der Polizei in Hückelhoven unter der Telefonnummer 02452/9200.

Der Fall ist im Kreis Heinsberg kein Einzelfall. Kreisweit sind von Dienstag bis Mittwoch mindestens 22 Fälle angezeigt worden, in denen ältere Menschen von Telefonbetrügern Anrufe erhielten, die sich als Polizeibeamte ausgaben.

(red/pol)
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