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SKFM zieht Bilanz: 45 Frauen und Kinder im Frauenhaus untergebracht

SKFM zieht Bilanz : 45 Frauen und Kinder im Frauenhaus untergebracht

Der Sozialdienst katholischer Frauen und Männer (SKFM) ist für die Menschen da, die am Rande der Gesellschaft stehen. Einige von ihnen haben sich sogar gegen die Gesellschaft gestellt, waren gewalttätig, haben gestohlen oder Drogen verkauft oder genommen. Für sie, aber auch für die Opfer von Gewalt leistet der SKFM seit mehr als 30 Jahren im Kreis Heinsberg Hilfestellung mit unterschiedlichen Maßnahmen.

Einmal im Jahr zieht der Verein Bilanz, rechnet nach und muss aus einzelne Schicksalen Zahlen machen, für den Vorstand, für die Spender, für die Helfer, um schwarz auf weiß zu sehen, ob die Hilfe ankommt. Für das Jahr 2019 steht die Zahl 800 ganz vorne in der Bilanz, und es sind sogar noch einige mehr. Mehr als 800 Menschen haben im vergangenen Jahr Rat und Hilfe durch den Verein erhalten.

Im Frauenhaus hielten sich 45 Frauen und 45 Kinder auf. In der sozialpädagogischen Wohngemeinschaft „Die Weiche“, die aus der Haft Entlassenen oder jungen Erwachsenen, die von Haft bedroht sind einen Neustart ermöglicht, fanden 25 Männer Zuflucht und in den beiden Frauen-Wohngemeinschaften 23 Frauen und sieben Kinder.

Es wurden 249 Täter-Opfer-Ausgleich-Fälle bearbeitet und am „Training zur Vermeidung häuslicher Gewalt“ nahmen 37 Männer teil. 52 junge Menschen wurden unter anderem in Anti-Gewalt-Trainings, Drogenseminaren oder sozialen Trainingskursen betreut, die jeweils ein Jugendrichter angeordnet hatte.

Der Verein hat für 93 Menschen die gesetzliche Betreuung wahrgenommen und für 96 Minderjährige die Vormundschaft oder Pflegschaft. Mehr als 140 Personen nahmen das Informations- oder Beratungsangebot zu „Übernahme von gesetzlichen Betreuungen“ und „Vorsorge-Vollmachten“ wahr. Im Bereich des „Ambulant Betreuten Wohnens“ erfuhren 25 Frauen und Männer Unterstützung in der Bewältigung besonderer sozialer Schwierigkeiten. In der Frauenberatungsstelle wurden 14 Frauen beraten.

Die Zahlen zeigen, dass die Hilfe angenommen und gebraucht wird.

(red)