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4. Antirassistisches Fußballturnier in der Interkulturellen Woche

Interkulturelle Woche : Statements, Sport und voller Einsatz

Als Sieger des letztjährigen Antirassistischen Fußballturniers, das jährlich im Rahmen der Interkulturellen Woche des Kreises Heinsberg stattfindet, richtete die Betty-Reis-Gesamtschule das diesjährige Turnier aus.

Teams aus sieben Schulen des Kreises trafen im Stadion „Am Wingertsberg“ zusammen und spielten miteinander und gegeneinander.

Nachdem in der Vergangenheit die Mannschaften der Schulen, bestehend aus Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 8 bis 13, gegeneinander spielten, hatte die Schule den Grundgedanken eines interkulturellen Freundschaftsturniers weiterentwickelt: „Um das Miteinander zu fördern und den Kontakt zwischen den aus vielen Nationen stammenden Spielern zu fördern, haben wir die Form eines Zahlenturniers gewählt“, so Thomas Kranz aus dem Organisationsteam der Schule. „Jeder Schüler erhielt eine Nummer und spielte in wechselnden Kombinationen mit Fußballern der anderen Schulen zusammen.“

Die betreuenden Lehrer zeigten sich am Ende von dem Konzept überzeugt und wurden darin von ihren Schülern bestätigt. Auch Birgit Fluhr-Leithoff, die den interkulturellen Arbeitskreis leitet und jährlich für das Programm der Interkulturellen Woche federführend arbeitet, war voll des Lobes. „Die Form des Turniers hat mich begeistert, es macht richtig Spaß zu sehen, wie schnell und problemlos die vielen jungen Menschen zueinander fanden und Spaß am gemeinsamen Spiel hatten.“

Begleitet wurde das Turnier durch kreative Beiträge und Statements der verschiedenen Schulen zum antirassistischen Denken. So kam beispielsweise ein großes Tuch des von Theresa Buyel betreuten Betty-Reis-Teams „SoR – SoC“ (Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage), auf dem alle Spieler sich per Unterschrift zum Miteinander bekannten, sehr gut an. Nicht zuletzt deswegen gewann die Betty-Reis-Gesamtschule den Kreativ-Preis, der nach Abstimmung der Schulen vergeben wurde.

Nicht zu kurz kam trotz allem der Wettkampfcharakter. Peter Keller, der als Sportlehrer mit seinem Oberstufenkurs das Turnier leitete: „Mein Team sammelte die Ergebnisse der insgesamt zehn Spielrunden und wertete diese personen- und schulbezogen aus, sodass am Ende die besten Fußballer und eine Rangfolge der Schulen festgestellt werden konnte.“

Dr. Ludger Herrmann nahm als Vertreter der Schulleitung die Siegerehrung vor und bedankte sich bei den vielen Menschen, die dazu beigetragen hatten, dass das Turnier zu einem „Fest der Begegnung“ werden konnte. Beim „Gut-Drauf-Kurs“ der Schule, der mit Lehrerin Sabrina Gerres für das Catering gesorgt hatte, bei der Tafel Hückelhoven für die Versorgung mit Getränken, bei Julie Ilner vom DRK-Heinsberg für den Info-Stand, bei Dieter Bransch und dem Kreissportbund für die Spende der Ballpreise und natürlich bei den vielen Schülern und den Betreuungskräften für den reibungslosen Ablauf des Turniers.

Shalini Bowens von der Betty-Reis-Gesamtschule wurde als beste Spielerin und Max Turulev von der Gesamtschule Heinsberg als bester Spieler ausgezeichnet. Alle Schulen erhielten einen Ballpreis und verschiedene Utensilien, die vom Gymnasium Hückelhoven gespendet worden waren.

Das Berufskolleg Geilenkirchen EST (Bereich für Erziehung, Soziales und Technik) freute sich über den Gesamtsieg vor den Teams aus Hückelhoven und Wassenberg. Der Wanderpokal steht jetzt für ein Jahr in Geilenkirchen, wo im nächsten Jahr das 5. Antirassistische Fußballturnier ausgetragen wird.