Für Katastrophenschutz gerüstet: 320.000 Euro-Fahrzeug findet Zuhause in Aphoven

Für Katastrophenschutz gerüstet : 320.000 Euro-Fahrzeug findet Zuhause in Aphoven

Nicht nur für die Löscheinheit Aphoven-Laffeld-Scheifendahl, sondern für die gesamte Feuerwehr im Kreis Heinsberg war die Einsegnung des neuen Fahrzeugs, das vor dem Gerätehaus in Aphoven stand, durch Pfarrer René Mertens etwas Besonderes.

Dabei handelt es sich nämlich um eines der neuen Katastrophenschutz-Fahrzeuge des Landes im Wert von 320.000 Euro, das nun in Aphoven seinen Standort hat.

Im Namen des Innenministers des Landes Nordrhein-Westfalen übergab Kreisbrandmeister Klaus Bodden als Vertreter der Bezirksregierung dem Kreis Heinsberg und zur weiteren Überlassung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Heinsberg das neue Löschfahrzeug mit der Bezeichnung „LF 20 KatS“. 179 Löschfahrzeuge für den Zivil- und Katastrophenschutz würden derzeit im Land fehlen, weil die vorhandenen Fahrzeuge aufgrund ihres Alters ausgemustert und nicht mehr einsatztauglich seien, erklärte Bodden. 109 seien derzeit in der Fertigung bzw. schon ausgeliefert. „Eines davon steht heute zur offiziellen Übergabe hier bereit.“

Von den vier entsprechenden Fahrzeugen im Kreis Heinsberg seien in der Vergangenheit schon drei ausgemustert worden. „Dies hatte bis jetzt zur Konsequenz, dass die Kommunen im Kreis Heinsberg ihre eigenen kommunalen Einsatzfahrzeuge für Aufgaben des Landes und darüber hinaus zur Verfügung stellen mussten“, betonte Bodden. Dadurch sei die eigene Leistungsfähigkeit beeinträchtigt worden.

Daher freue es ihn sehr, dass der Kreis Heinsberg zu den ersten gehöre, der ein solch neues Fahrzeug erhalte. Da der Kreis über keine eigene Feuerwehr verfügte, sei das Fahrzeug an eine Feuerwehr übergeben worden, die über die notwendigen Voraussetzungen verfüge, wie etwa einen geeigneten Stellplatz und eine „schlagkräftige Mannschaft“. Nach Rücksprache mit Ralf Wählen, dem Leiter der Heinsberger Feuerwehr, sei er zu dem Entschluss gekommen, das Fahrzeug Löscheinheit Aphoven-Laffeld-Scheifendahl zu übergeben.

Dies sei zugleich ein Mehrwert für die Heinsberger Feuerwehr, erklärte Bodden, „weil dieses Fahrzeug nicht nur, aber auch für kommunale Aufgaben eingesetzt werden kann und darf. Das wird zukünftig nicht unerheblich sein und erhöht die Schlagkraft der Feuerwehr Heinsberg.“ Voraussichtlich im kommenden Jahr werde ein zweites Fahrzeug dieses Typs vom Land an den Kreis Heinsberg ausgeliefert. „Somit sind wir zukünftig wieder in der Lage, die geforderten zwei Löschgruppen-Fahrzeuge für die Bereitschaft 1 Köln ohne kommunale Unterstützung bei den Fahrzeugen zu stellen.“

Die Einheit West habe in den vergangenen fünf Jahren die ABC-Einheit des Kreises Heinsberg mit Mannschaft, Gerät und Löschfahrzeug unterstützt, erklärte Wählen. „Es ist gut, dass das Land Nordrhein-Westfalen jetzt die Beschaffung eines Katastrophenschutzfahrzeugs für Heinsberg umgesetzt hat. Was lange währt, wird endlich gut.“ Inzwischen sei das Fahrzeug vom Kreis Heinsberg mit Funk versehen worden. „Leider nur mit Fahrzeugfunk. Die Handgeräte für ein Einsatzstellenfunk wurden nicht gestellt und fehlen daher noch“, bemerkte er. Die Stadt Heinsberg habe das Fahrzeug zudem mit Atemschutzgeräten ausgestattet. Inzwischen hätten die Mitglieder der Löscheinheit den Umgang mit den neuen Geräten bereits geübt, schloss Wählen. Nachdem er den Fahrzeugschlüssel bereits von Bodden erhalten hatte, ging er über den Einheitsleiter weiter an Fahrzeugwart Lutz Lehnen.

Nach einer Besichtigung des Fahrzeugs stand für alle Besucher im Gerätehaus Kaffee und Kuchen bereit. Zu Ende ging der Tage mit einer Feuer-und-Flamme-Party.

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