20 neue Arbeitsplätze schafft das US-Unternehmen Lord in Hückelhoven

Neues Werk: Lord investiert 14 Millionen in Baal

Der erste Spatenstich ist getan: 14 Millionen Euro will die Lord Corporation in Hückelhoven-Baal investieren. Zusätzlich zum bestehenden Werk, das seit 1987 in Betrieb ist, wird ein weiteres Werk in Baal gebaut.

In Autos, Flugzeugen, Helikoptern, ja sogar in Aufzügen, also überall, wo Bewegung drin ist und Schwingungen unterdrückt werden müssen, da ist eine Lösung von Lord drin – sagt Lord. Und einige dieser Lösungen werden in Hückelhoven-Baal produziert. Das amerikanische Unternehmen investiert jetzt weitere 14 Millionen Euro in den Standort Hückelhoven-Baal. Zuletzt hatte das Technologie-Unternehmen, das rund 3000 Mitarbeiter in 26 Ländern beschäftigt, 2010 seinen Standort an der Ottostraße erweitert. Platz für einen weiteren Anbau ist dort nicht, deshalb hat die Lord Corporation ein Grundstück an der Benzstraße 17 erworben. 3200 Quadratmeter Produktions- und Bürofläche entstehen hier. Mitte 2020 soll der Bau abgeschlossen sein.

Mit dem zusätzlichen Werk in Baal will das Unternehmen den schnell wachsenden Elektrofahrzeugmarkt beliefern, denn es hat sich unter anderem auf das Wärmemanagement in Elektrofahrzeugen spezialisiert und entwickelt dafür Struktur-Klebstoff-Lösungen, erklärt Vincent Javerzac, Vizepräsident, der Lord Corporation.

„Der Ausbau in Hückelhoven versetzt uns in die Lage, ein sogar noch stärkeres Wachstum im Elektrofahrzeug-Bereich anzukurbeln, so dass wir entschlossen sind, mehr in Forschung und Entwicklung zu investieren.“

Zum Spatenstich sind Ed Auslander, Präsident und CEO der Lord Corporation, und der Vorstandsvorsitzende General Jim Amos aus Amerika gekommen, ebenso wie Doug Lorenz, Geschäftsführer zuständig für Hochleistungsmaterialien. Und natürlich ist auch Bürgermeister Bernd Jansen (CDU) dabei, um mit der goldenen Schaufel Sand in den zu diesem Augenblick gerade einmal regenfreien Himmel zu werfen. Der erste Bürger der Stadt ist stolz, dass Hückelhoven Teil der Erfolgsgeschichte der Firma ist, die ständig expandiert.

Aber auch die Frühschicht und die Spätschicht sind dabei, als mit vielen Worten, einigen Getränken und noch mehr Schnittchen im behheizten Zelt der offizielle Start der Bauarbeiten gefeiert wird. Und sie können alle mit skandieren, als General Jim Amos, der 40 Jahre ein Marine-Corps geführt hat, die Mannschaft einschwört auf „Wir machen Unmögliches möglich“, „Think big, act now“ und das Ziel vorgibt: „Wir starten in einem Jahr ...“ „...oder früher!“

Das stammt aus einem Werbevideo, in dem sich die Firma vorstellt und dafür wirbt, dass sie individuelle Lösungen entwickelt, und zwar eher früher als später. Die 75 Mitarbeiter in Baal werden bald neue Kollegen bekommen, denn es ist geplant, 20 Arbeitsplätze zu schaffen.

Präsident Ed Auslander kann, als sich die Hände mit den gefüllten Gläsern zum Toast auf Lord erheben, noch verkünden, dass in dem Werk, das noch gar nicht gebaut ist und in dem eigentlich zwei Mixer ihre Arbeit tun sollten, jetzt doch vier Mixer installiert werden. Die Nachfrage nach den Spezialklebstoffen sei so groß. „Wir fokussieren uns stark auf den Elektrofahrzeugmarkt und den Trend zur Elektrifizierung“, sagt er.

Die Lord Corporation entwickelt seit 95 Jahren Produkte für die Öl- und Gas-, Luft- und Raumfahrt-, Verteidigungs- und Automobilindustrie. Hückelhoven ist der größte Standort des internationalen Unternehmens in Deutschland.

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