16 Schulen gründen Bezirksschülervertretung des Kreises

Neugründung : Schüler haben ambitionierte Ziele

Die Schulen des Kreises auf die Welt von morgen vorbereiten – das ist die ambitionierte Zielsetzung der neugegründeten Bezirksschülervertretung Heinsberg.

Schülervertreter aller Schulen des Kreises Heinsberg wurden von den Hauptinitiatoren Stefan Turnsek und Thorben Bretz, Schüler der Betty-Reis-Gesamtschule Wassenberg, zusammengerufen, um Schülerinteressen zu bündeln und eine schulische Einheit auf regionaler Ebene zu schaffen. Und das mit großem Erfolg.

Im Rahmen einer Gründungsveranstaltung im großen Sitzungssaal des Kreishauses Heinsberg wurde die Bezirksschülervertretung offiziell ins Leben gerufen. Durch die Unterstützung der Bezirksschülersprecher aus Aachen, die die Sitzung leiteten und ihre Erfahrung einbrachten, konnte schnell ein engagierter Vorstand gefunden werden. Thorben Bretz und Stefan Turnsek von der Betty-Reis-Gesamtschule Wassenberg wurden von den Delegierten zu den ersten Bezirksschülersprechern gewählt. Sie werden in Zukunft unterstützt durch den Schriftführer Martin Breuer (Gesamtschule Hückelhoven), die Finanzreferentin Laura Ogarkov (Berufskolleg Wirtschaft Geilenkirchen) sowie zehn weitere Vorstandsmitglieder.

Die Bezirksschülervertretung Heinsberg besteht aus Delegierten von insgesamt 16 Schulen des Kreisbezirks: der Betty-Reis-Gesamtschule Wassenberg, dem Kreisgymnasium Heinsberg, der Sekundarschule Haaren, der Gesamtschule Heinsberg-Waldfeucht, der Realschule Ratheim, der Anita-Lichtenstein Gesamtschule Geilenkirchen, dem Berufskolleg Geilenkirchen EST sowie Wirtschaft, dem Berufskolleg Erkelenz, der Willy-Brandt-Gesamtschule Übach-Palenberg, der Realschule Heinsberg, der Leonardo da Vinci-Gesamtschule Hückelhoven, dem Maximilian-Kolbe-Gymnasium Wegberg, dem Cornelius-Burgh Gymnasium Erkelenz, der Gesamtschule Gangelt Selfkant und dem Gymnasium Hückelhoven. Pro 500 Schüler der jeweiligen Schulen wird je ein Delegierter entsandt.

Die Arbeitsgrundlage der Bezirksschülerkonferenz bildet die Bezirksdelegiertenkonferenz als höchstes beschlussfassendes Gremium. Dort tragen die Delegierten die Anliegen ihrer Schüler zusammen und beschließen ein Arbeitsprogramm. Koordiniert wird die Vereinigung von zwei Bezirksschülersprechern an der Spitze sowie elf weiteren Vorstandsmitgliedern. Außerdem dürfen zwei Delegierte an den Landesdelegiertenkonferenzen NRW teilnehmen – der höchsten Schülervertretung Nordrhein-Westfalens, die die Interessen von circa drei Millionen Schülern vertritt.

Die Initiatoren, Stefan Turnsek und Thorben Bretz, engagieren sich schon seit langem in Schule und Politik. Beispielsweise inszenierte Stefan Turnsek als Jugendlandtagsabgeordneter des Kreises Heinsberg das Projekt „Azubi-Ticket“ – einem kostenlosen Ticket für öffentliche Verkehrsmittel für Auszubildende. „Wenn man es schafft, große Projekte auf Landesebene zu bewegen, dann muss das auf kommunaler Ebene erst recht möglich sein“, erklärte er. So sei man vor knapp zwei Jahren auf die Idee gekommen, ein Netz aus Schülern im Kreisgebiet aufzubauen, um die Möglichkeiten von Schülern zu stärken und öffentliche Präsenz zu zeigen.

In Zukunft wolle man vor allem die Digitalisierung an Schulen verstärken und die technische Ausstattung verbessern, erläuterten die beiden BSV-Sprecher. In Zusammenarbeit mit den Delegierten legte man sich zusätzlich die Ziele, die Gemeinschaft der beteiligten Schüler zu festigen und kollektiv gegen Mobbing, Homophobie und Rassismus in Schulen vorzugehen.

Die positiven Rückmeldungen bezüglich der BSV kommen nicht nur  aus den eigenen Reihen. „Das Gründungsteam hat etwas sehr Wertvolles nicht nur für die Schülerschaft, sondern für alle Partner aus Bildung, Erziehung und Beratung im Kreis Heinsberg auf die Beine gestellt“, rühmt Annette Sielschott, Pädagogische Mitarbeiterin im Regionalen Bildungsbüro Kreis Heinsberg. „Verlässliche Strukturen sind doch immer eine Arbeitserleichterung für alle Beteiligten“, gibt sie zu verstehen und freut sich auf eine gute Zusammenarbeit.

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