12. Hückelhovener Suchtforum zeigt neue Therapieansätze

Neue Therapieansätze : Süchtige sind mit Problemen nicht alleine

Beim zwölften Hückelhovener Suchtforum geht es um moderne Ansätze in der Suchtberatung. Eingeladen hatte die Beratungsstelle für Suchtfragen in Trägerschaft des Caritasverbands für die Region Heinsberg in Kooperation mit dem Diakonischen Werk des Kirchenkreises Jülich.

Marlies Trapp hieß als Leiterin der Beratungsstelle die Teilnehmer zu dieser Fachtagung im Gemeindezentrum der Evangelischen Kirchengemeinde Hückelhoven willkommen.

Zielgruppe der Tagung waren unter anderem Mitarbeiter und Leitungskräfte aus der ambulanten und stationären Suchthilfe, der Eingliederungshilfe, der Psychiatrie sowie Vertreter der Justizvollzugsanstalt Heinsberg, der Bewährungshilfe und der Kreispolizeibehörde. Marlies Trapp freute sich, unter den Besuchern des 12. Suchtforums viele „Wiederholungstäter“ zu sehen, die die Bedeutung dieser Fachtagung mit ihrer Anwesenheit unterstreichen würden.

Ein Grußwort an die Teilnehmer richtete die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Hückelhoven Andrea Axer. Sie verwies darauf, dass in der 30-jährigen Geschichte der Suchtberatung in Hückelhoven in Trägerschaft von Caritas und Diakonie stets der einzelne Mensch im Mittelpunkt gestanden habe. Den Abhängigen müsse deutlich werden, dass sie mit ihren Problemen nicht alleine sind. Der Wunsch, diesen Menschen einen Weg aus der Sucht heraus aufzuzeigen, sei sicherlich ein Antrieb für die in der Suchtberatung Tätigen.Sucht zerstöre, so Andrea Axer, aber nicht nur das Leben der Abhängigen, sondern auch das ihrer Angehörigen.

Drei Referentinnen sprachen zu den Teilnehmern des 12. Hückelhovener Suchtforums. Claudia Angerer-Kneifl nahm sich des Themas „Sucht: Ein Versuch, dass innere Kind zu beschützen“ an. Sie ging auf die Schematherapie in der Suchthilfe ein. Elke Max behandelte das Thema „Die DBT-S in der Behandlung von Emotionaler Instabilität in Verbindung mit Abhängigkeit oder schädlichem Gebrauch von Substanzen“ und stellte heraus, dass die DBT dem Patienten viel Eigenverantwortlichkeit abverlangt.

Annika Meys sprach über die „Anwendungsmöglichkeiten von EMDR in der Langzeittherapie“.

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