Übach-Palenberg: Zur Goldhochzeit der Eheleute Horn geht es in die Eifel

Übach-Palenberg : Zur Goldhochzeit der Eheleute Horn geht es in die Eifel

„Wir haben immer zusammengehalten und uns gut verstanden“, verraten Ingrid und Dieter Horn. 50 Ehejahre haben sie so gemeistert, und am heutigen Donnerstag, 19. Juli, dürfen sie auf ihre Goldhochzeit anstoßen.

Ingrid Baumeister, so der Mädchenname der Jubilarin, kam 1949 in Gelsenkirchen zur Welt und wuchs mit zwei Brüdern auf. Ihre Mutter war Köchin, der Vater Malermeister. Später bewirtschafteten ihre Eltern Restaurants und zogen 1964 nach Palenberg. Ingrid arbeitete nach der Schule in der Nadelfabrik Schmetz in Herzogenrath bis zu ihrer Heirat.

Dieter Horn wurde 1944 im schlesischen Liegnitz geboren und verbrachte seine Kindheit mit drei Geschwistern. Sein Vater war Schmied und zog mit der Familie 1945 nach Beggendorf, später nach Boscheln, um sich auf der Zeche Carl-Alexander als Bergmann zu verdingen. Mit Beendigung der Schule ergriff Dieter ebenfalls fünf Jahre lang diesen Beruf. Nach der Bundeswehr arbeitete er fünf Jahre bei der Linnicher Papierfabrik PKL und drei Jahre bei den Glaswerken Gevetex in Herzogenrath, ehe er ins Baufach zur Strabag wechselte, wo er bis zur Rente blieb.

Die Jubilare verliebten sich auf der Gründungsversammlung der Boschelner Karnevalsgesellschaft „Boschelner Funken“. Am 19. Juli 1968 heirateten sie und zogen nach Palenberg in die Josefstraße, wo sie 43 Jahre lang wohnten. Die Kinder Andreas und Torsten, heute in Oberbruch und Rostock lebend, krönten ihr Glück, und mittlerweile freut sich das Paar über seine Enkelinnen Jacqueline (17), Veronique (14) und Maxime (8).

Die Goldhochzeiter, die 2011 zum Rathausplatz 8 zogen, waren begeisterte Karnevalisten. Zehn Jahre hatten sie Spaß bei den Boschelner Funken, und Dieter Horn erfüllte sich als Prinz einen Lebenstraum. Beide favorisieren Karnevalslieder und sind bis 2016 regelmäßig zu Konzerten ihrer Lieblingsgruppe „Die Räuber“ gefahren.

Ingrid Horn handarbeitete viel, vor allem für ihre Kinder, während ihr Mann dem FC Schalke 04 frönte. „Fußball war sein Leben“, bezeugt die Jubilarin. Oft habe er seine Lieblingsmannschaft vor Ort angefeuert.

Die Jubilare reisen nach wie vor gerne, erst kürzlich besuchten sie Sohn Torsten in Rostock. Die deutsche, holländische und belgische Küste seien sie „rauf und runter“ gefahren, erzählen sie, und selbst an ihrem Ehrentag werden sie „auf Tour“ sein, denn Freunde „entführen“ sie in die Eifel. Anschließend feiern sie im Familienkreis.

(rk)
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