Übach-Palenberg: Zuhörer werden mit weihnachtlichen Weisen aufs Fest eingestimmt

Übach-Palenberg: Zuhörer werden mit weihnachtlichen Weisen aufs Fest eingestimmt

„Frohe Botschaft” überschrieben war das Weihnachtskonzert in der Pfarrkirche St.-Mariä-Himmelfahrt Scherpenseel. Der leistungsstarke Kirchenchor St. Rochus stimmte die Zuhörer in der vollbesetzten Kirche auf das besondere Ereignis der Weihnacht mit der Geburt von Jesu Christi ein.

Bevor der Reigen musikalischer Darbietungen einsetzte, Chor und Instrumentalisten sich am Altarraum formiert hatten und das Bläserquartett der Privat-Musikkapelle Scherpenseel mit Dieter Kasper (1. Trompete), Sebastian Kriska (2. Trompete), Lukas Stempin (1. Posaune) und Clemens Nikodemus (2. Posaune) auf der Orgelbühne sein Können demonstriert hatte, hieß Chor-Geschäftsführer Karl-Heinz Bechholtz die Konzertbesucher, unter ihnen Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch mit Gattin, willkommen.

Die Sängerinnen und Sänger des Chores und die Instrumentalisten boten einmal mehr eine glanzvolle Vorstellung. Kirchenmusiker Michael Sieprath hatte ein anspruchsvolles Programm mit Vocal- und Instrumentalmusik erarbeitet, das vor allem die Singgemeinschaft mit ihren Solisten bei zusätzlichen Proben beansprucht hatte. Die Mühe hatte sich gelohnt. Von Streichern, Oboe und Orgel unterstützt, offerierte der exzellente Klangkörper knapp 90 Minuten festliche Weisen. Kirchenmusiker und Chorleiter Michael Sieprath hatte für „seine” Sängerschar im Fundus der Musik aus etlichen Jahrhunderten „hervorgekramt”. Entsprechend spannte sich der Bogen.

Das aus Aachen und Umgebung verpflichtete Streichquartett mit Martina Blömer (1. Violine), Lisa Panarina (2. Violine), Katharina Gasztecka (Viola), Antje Renner (Violoncello) und Marius Köpf (Orgel) leitete den Reigen mit schwungvollem Spiel der Kirchensonate in F-Dur, KV 244 für zwei Violinen, Violoncello und Orgel von M. A. Mozart ein. Danach stellte der Kirchenchor a capella mit den Kompositionen „Wieder nah der heilge Stern” von L. Maierhofer, „Dixi Maria” von H. L. Hassler und „Ermuntre dich, mein schwacher Geist” aus Advents- und Weihnachtschorälen für Chor, 2. Violinen, Viola und Basso continuo von Ch. Graupner sein Können unter Beweis.

Sodann nahm Marius Köpf an der Orgel mit seinem Spiel „Pastorella” BWV 590, 2. Satz, von Johann Sebastian Bach die Zuhörer gefangen. Die Weise „O du liebes Jesuskind” von A. Bruckner brachte Tenor Arnold Aretz mit Orgelbegleitung zu Gehör. Der Gesamtchor wurde anschließend bei den Kompositionen „Menschen, die ihr wart verloren” von G. Sorg mächtig gefordert. Sopranistin Marion Esser ließ beim bekannten „O Jesu süß” von Bach ihre Stimme erklingen.

Seinen Vortragsblock setzte der Chor a capella mit „Ich steh an seiner Krippe hier” von Bach und „Wie singt schön uns der Engelschar” von F. Freundt. Es folgte dann „Geistliches Wiegenlied” von J. Brahms für zwei Violinen, Viola und Cello. Mit dem weiteren A-caplla-Gesang des Chores „Mein Mund , der singt” des zeitgenössischen Komponisten H. Arman und „Lob Gott, ihr Christen alle gleich” von M. Praestorius war dann der Chor machtvoll präsent. Tenorsolist Arnold Aretz präsentierte sich nochmals mit instrumentaler Begleitung mit „Drei Könige wandern aus dem Morgenland” von P. Cornelius.

Mit den Weisen „Frohe Botschaft” von W. Trapp, dem Lied „Das ist die stillste Zeit im Jahr” von S. Singer und schließlich „O du fröhliche” von H. G. Pflüger, gemeinsam mit dem Publikum gesungen, ging der gehaltvolle Programmreigen zu Ende. Stehende Ovationen beflügelten alle Akteure, insbesondere die Sängerinnen und Sänger, zu einer großartigen Zugabe. Im Anschluss war das Publikum zum gemütlichen Beisammensein ins Pfarrheim ein.