Polizeikontrollen im Selfkant: Zu schnell und berauscht unterwegs

Polizeikontrollen im Selfkant : Zu schnell und berauscht unterwegs

Intensive Polizeikontrollen haben am Dienstag zahlreiche Verstöße zu Tage gebracht. Der Verkehrsdienst der Kreispolizeibehörde Heinsberg richtete in der Zeit von 10 bis 18 Uhr das Augenmerk auf Hauptunfallursachen wie Fahren unter Alkohol- und Drogeneinfluss, überhöhte Geschwindigkeit, Ablenkung sowie Gurtverstöße.

„Die Kontrolle wurde in Selfkant-Tüddern auf der Sittarder Straße/Millener Weg mit Unterstützung weiterer Heinsberger Polizeikräfte und drei niederländischen Beamten durchgeführt. Rund 80 Pkw, Lkw und Zweiräder wurden von den eingesetzten Beamten kontrolliert“, so die Bilanz der Kreispolizeibehörde.

Drei Fahrer hatten vor Antritt der Fahrt Betäubungsmittel konsumiert. Hier wurden Blutproben entnommen, Anzeigen vorgelegt und die Weiterfahrt untersagt. Eine dieser Personen war zudem im Besitz von Betäubungsmitteln. Diese wurden sichergestellt und eine Strafanzeige gefertigt.

Verwarngelder

„Ein Fahrer war durch die Nutzung seines Mobiltelefons abgelenkt und erhält eine Anzeige sowie einen Punkt in der Flensburger Kartei“, so Polizeisprecher Karl-Heinz Frenken. Zudem: Insgesamt zehn Fahrer hatten den vorgeschriebenen Sicherheitsgurt nicht angelegt. Ohne Helm waren sieben Mofafahrer unterwegs. Allen droht nun ein Verwarngeld. Frenken: „Ein Autofahrer hatte sein Kind im Pkw nicht richtig gesichert. Auch hier war ein Verwarngeld die Folge.“

Ohne die entsprechende Fahrerlaubnis war eine Person mit dem Motorrad unterwegs. Hier wurde eine Anzeige vorgelegt und die Weiterfahrt untersagt. Ebenso erhält der Halter des Motorrads eine Anzeige. Ihre Ladung hatten vier Fahrzeugführer nicht ordnungsgemäß gesichert. Auch in diesen Fällen wurden Verwarngelder verhängt.

Ein weiterer Fahrzeugführer hatte laut Polizeisprecher Frenken an seinem Anhänger ein Kennzeichen angebracht, „das den Anschein einer ordnungsgemäßen Zulassung erweckte. Außerdem war am Siegel der Hauptuntersuchung des Zugfahrzeuges die Jahreszahl überklebt, sodass diese nicht mehr zu erkennen war. Hier legten die Beamten eine Strafanzeige vor.“

Bei der Kontrolle eines gemieteten Lkw wurden zwei Personen albanischer Herkunft angetroffen. Laut Mietvertrag hätte der Fahrer den Wagen aber nicht führen dürfen. Zudem bestand gegen ihn ein Einreiseverbot in die Bundesrepublik Deutschland. „Die Person wurde wegen des Verdachts auf illegalen Aufenthalt vorläufig festgenommen und dem Polizeigewahrsam in Heinsberg zugeführt. Das Fahrzeug wurde sichergestellt“, so Frenken.

Bei begleitenden Geschwindigkeitsmessungen im Selfkant auf der Bundesstraße 56 wurden 286 Autofahrer mit überhöhter Geschwindigkeit gemessen. Bei 243 von ihnen wurde ein Verwarngeld erhoben. 43 Fahrer waren so schnell, dass sie neben einem Bußgeld auch mit Punkten in Flensburg rechnen müssen. Auf acht Fahrer wird zusätzlich auch noch ein Fahrverbot zukommen.