Geilenkirchen: „Youngbloodmob“ sind Feuer und Flamme für die Musik

Geilenkirchen : „Youngbloodmob“ sind Feuer und Flamme für die Musik

Sie nennen sich selbst „Youngbloodmob“, kurz YBM. Insgesamt 13 junge Musiker haben sich unter diesem Namen dem englisch- und deutschsprachigen Hip-Hop und Rap verschrieben. Sie produzieren ihre eigenen Songs und ergänzen sich gegenseitig. Einer der jungen Männer ist der 20-jährige Obed Mayoni, der jetzt seine erste EP rausbringt.

Während die einen den Text vom Blatt ins Ohr bringen, kümmern sich die anderen um das Organisatorische, die Gestaltung oder die Produktion. Vier der 13 Musiker arbeiten dabei eher im Hintergrund, so dass sich „Youngbloodmob“ nach außen hin vor allem mit neun Künstlern zeigen.

Diese Neun — Obed, Thomas, Tyrone, Khalil, Frano, Joaquin, Jordan, Gennaro und Dillie — treten auch gemeinsam als Gruppe auf. In Zukunft ist ein Auftritt im Kingz Corner in Aachen am 14. April geplant, im Juni soll es auf ein Festival nach Herzogenrath gehen.

Der 20-jährige Obed Mayoni, der an der FH Aachen BWL studiert, ist eigentlich gebürtiger Mendener aus dem Sauerland. Im Jahr 2011 ist er nach Geilenkirchen gezogen. Da begann auch seine Musiklaufbahn. Sich selbst nennt er „MrxObeee“.

Eigentlich hatte er seine Lieder nie veröffentlicht und eher für sich musiziert.„Ich habe dann irgendwann einfach ein Video von mir bei Instagram hochgeladen. So habe ich dann Thomas kennengelernt“, erzählt Mayoni. Auch Thomas Jungblut gehört unter dem Namen „T-Jeight“ als Rapper zu „Youngbloodmob“. „Er hatte mein Video gesehen und dann einfach gefragt, ob ich nicht Lust hätte, dabei zu sein“, erinnert sich Mayoni.

Die jungen Männer organisieren auch selbst unterschiedliche Musikveranstaltungen. Dazu gehörte im September vergangenen Jahres auch der Hip-Hop-Jam im Geilenkirchener Jugendzentrum Zille. „Wir hatten da um die 270 Gäste hier. Dazu kamen dann noch die Künstler, deren Unterstützer und Freunde und natürlich das Zille-Team. Das waren dann noch mal rund 50 Leute mehr“, erzählt Mayoni. Auch in diesem Jahr soll es wieder den Hip-Hop-Jam im Jugendzentrum geben — und das gleich zweimal. Die Events wollen die jungen Künstler dann noch größer aufziehen.

Beim Jam werden „Youngbloodmob“ dann nicht nur selber auftreten, sondern auch andere Künstler. Generell soll jeder die Chance dazu bekommen, auf der Bühne zu stehen. „Vorzugsweise natürlich Hip-Hop oder Rap. Aber im Endeffekt ist es egal. Hauptsache der Spaß kommt nicht zu kurz“, sagt Mayoni.

Die Gäste können sich auf zahlreiche Programmpunkte freuen. Auch kleine Wettbewerbe sind möglich. Stattfinden soll das Ganze vor oder nach den Sommerferien. „Youngbloodmob“ sind gerade dabei, alles zu organisieren.

Mayonis nächster Schritt ist jetzt die Veröffentlichung seiner EP, eine Art Mini-Album. Aus über einem halben Jahr Arbeit kann man darauf dann sieben Songs hören, mit denen Mayoni sich identifizieren kann. „Ich habe viel ausprobiert. Das, wofür meine Musik am Anfang stand, habe ich auf meine EP gepackt. Die Songs bieten viel Abwechslung, sowohl musikalisch als auch inhaltlich“, erklärt Mayoni. Auf allen digitalen Plattformen wird seine EP „Lions League“ ab Montag, 9. April, zu finden sein. Zum Vorbild genommen hat Mayoni sich Sido und Fler, aber auch englischsprachige Künstler wie Wiz Khalifa und Chris Brown.

Die Musik von „Youngbloodmob“ steht für ihr Leben und ihre Ziele . Sie rappen und singen nicht nur über Alltägliches, sondern auch Persönliches. Erreichen wollen sie damit vor allem junge Menschen.

Für die Zukunft wünscht sich Mayoni vor allem, dass die unterschiedlichen Künstler im Kreis Heinsberg noch näher zusammenrücken und sich gegenseitig unterstützen. Viele Musiker trauten sich einfach nicht, ihre Musik öffentlich zu machen. „Ich werde oft von jungen Menschen angeschrieben und gefragt, ob ich mir ihre Musik anhören könne, weil sie sich unsicher sind. Ich versuche sie dann immer zu motivieren. Generell ist es doch egal, was andere über einen denken. Hauptsache man steht dahinter. Man muss einfach Feuer und Flamme für das sein, was man tut.“

Jugendangebote

Das Angebot für Jugendliche in Geilenkirchen sei leider eher gering, findet Mayoni. Das Jugendzentrum Zille trage einen großen Beitrag zur Freizeitgestaltung von jungen Menschen bei. „Ich habe hier schon durch manche Aktionen, die Zille organisiert hat, sehr viel erlebt. Das Team ist einfach herzensgut. Es kümmert sich um so viele Kinder“, erinnert sich Mayoni weiter. Ein riesiges Dankeschön gelte dem Team auch in Bezug auf den vergangenen Hip-Hop- Jam und auf die kommenden Events. „Wir werden super unterstützt. Man fühlt sich hier einfach toll aufgehoben.“

(cap)
Mehr von Aachener Nachrichten