Geilenkirchen: Wurmauenpark im Herzen von Geilenkirchen verwahrlost zusehends

Geilenkirchen : Wurmauenpark im Herzen von Geilenkirchen verwahrlost zusehends

Der Wurmauenpark soll zu einem Mehrgenerationenpark ausgebaut werden. Diesem Antrag der SPD hat der Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung am Donnerstagabend einstimmig zugestimmt.

„Im Herzen Geilenkirchens verwahrlost derzeit unser schöner Wurmauenpark zu einem Ort für Trinker, jugendliche Drogenkonsumenten und zur Müllhalde. Dieser Zustand ist nicht weiter hinnehmbar und dem Ansehen unserer Stadt sicher nicht zuträglich“, kritisiert die SPD in ihrem Antrag.

Die Skateranlage muss dringend saniert werden, Gefahrenquellen müssen beseitigt werden, der Hindernisparcours soll erweitert werden: So sehen es erste Pläne der SPD vor.

Die SPD habe deshalb einen Maßnahmenkatalog erarbeitet, wie der Park aufgewertet und zu einem Mehrgenerationenpark erweitert werden kann: familienfreundlich, lehrreich und gerade für die Menschen, die nicht die Möglichkeit haben, teure Ausflüge zu machen, auch mit Attraktionen für Groß und Klein ausgestattet.

Den Sozialdemokraten sei wichtig, dass auch Themen wie Gesundheit, Fitness und Bildung bei der Ausgestaltung nicht zu kurz kommen. Die Mädchen und Jungen der angrenzenden AWO-Kita habe man einbezogen, um deren Wünsche für die Gestaltung des Spielplatzes zu erfragen.

Maßnahmenkatalog

Die SPD sei sich darüber im Klaren, dass der Haushalt keine erheblichen Mehrausgaben verkraften könne. Deshalb befürworte sie die Umsetzung eines Maßnahmenkataloges, bei der man stadteigene Ressourcen wie den Bauhof nutzen könne. Günstige und einfach umzusetzende Maßnahmen sollten zuerst berücksichtigt werden.

Jetzt soll geprüft werden, ob Vereine und Institutionen die Umsetzung unterstützen. Auch hoffen die Sozialdemokraten auf Sponsoren und auf eine finanzielle Entlastung durch Benefizveranstaltungen.

Ein erster Maßnahmenkatalog der SPD sieht vor, auf dem Spielplatz neue Spielgeräte zu installieren und unnötige Spielgeräte zu entfernen. Das angrenzende Waldstück soll als Spielfläche einbezogen werden, die Bepflanzung soll angepasst werden. Die Skateranlage soll saniert, der Hindernisparcours erweitert werden. Familientaugliche Sitzgelegenheiten wünscht sich die SPD ebenso wie Beleuchtung und eine Sprayerwand. Auf dem Streetball-Feld müssten die Spielfeldmarkierungen erneuert und der Spielfeldbelag geprüft werden. Wünschenswert wäre hier auch eine Geräteschuppen für den Streetworker.

Die Dirt-bike-Strecke müsse ausgebessert, die Gefahr durch Löcher beseitigt werden. Was die SPD hier vermisst, sind Hinweisschilder, Sitzgelegenheiten und Mülleimer. Auf der Wunschliste der SPD stehen auch eine Streuobstwiese im Parkbereich mit alten und heimischen Obstsorten, eine Lehrpfad und ein Trimm-dich-Pfad.

Als weitere Maßnahmen haben die Sozialdemokraten eine tiergerechte Gestaltung des Uferbereiches, einen Grillplatz, eine behindertengerechte Toilette und eine Freilichtbühne ins Auge gefasst.

Hubert Laumen (Bürgerliste) befürchtete, dass durch diese Maßnahmen allein die Sicherheit im Wurmauenpark nicht größer werde. Die Lösung sieht er in einer Bewirtschaftung des Parks, beispielsweise wie in Gangelt durch die Prospex gGmbH, eine Werkstatt für Menschen mit psychischer Behinderung.

Jürgen Benden, Fraktionschef der Grünen, zeigte sich „hocherfreut über die Ansätze“. Seine Fraktion werde diese Pläne unterstützen. Allerdings sieht er die Pläne der Sozialdemokraten nur als Teil eines Gesamtkonzeptes.

Dies sagte er vor dem Hintergrund eines von seiner Partei vor Monaten vorgestellten Konzeptes, in dessen Mittelpunkt ein etwa zehn Kilometer langer Natur- und Kultur-Erlebnispfad steht, der vorbei an Wasser und durch Wälder immer in Stadtnähe führt. Am Ende des Wurmauenparkplatzes haben die Grünen einen Wohnmobilstellplatz eingeplant. Mit sechs bis acht Stellplätzen mit kleinen Strom-Wasser-Versorgungsstationen könnte nach Ansicht der Grünen gestartet werden.

Auch ansonsten wollten die Grünen den Wurmauenpark aufwerten, eine Adventure-Golfanlage nannten sie kürzlich ein mögliches Zugpferd.

Für die CDU begrüßte deren Fraktionschef Max Weiler die Pläne, besonders dass die SPD mit kleineren Maßnahmen beginnen wolle. „Eine Stadthalle brauchen wir auch, aber nicht im Wurmauenpark. Der soll uns als eine Oase des Grüns erhalten bleiben“, sagte Weiler.

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