Geilenkirchen-Lindern: Willi Arlt hat für die Preisträger des Klavierfestivals Unikate geschaffen

Geilenkirchen-Lindern : Willi Arlt hat für die Preisträger des Klavierfestivals Unikate geschaffen

Das 7. internationale Klavierfestival mit Konzerten, Meisterkursen und einem internationalen Klavierwettbewerb, dem Euregio Piano Award, wird vom Queen-Elisabeth-Preisträger Andrejs Osokins am kommenden Sonntag, 22. Juli, um 18.30 Uhr in der Kreissparkasse in Geilenkirchen eröffnet.

Mit dem Galakonzert der diesjährigen Preisträger am Sonntag, 29. Juli, gleiche Zeit, gleicher Ort, wird das Festival zu Ende gehen. Dann werden auch die besten Pianisten, sechs an der Zahl, geehrt.

Jeder wird als Erinnerung an dieses Festival und seinen persönlichen Erfolg erstmalig in der Geschichte dieses Festivals eine Trophäe mit nach Hause nehmen dürfen, die ihn hoffentlich im Laufe seiner Karriere noch oft an Geilenkirchen und dieses mit viel Enthusiasmus von der Konzertdirektion Koltun in Kooperation mit der Stadt Geilenkirchen auf die Beine gestellte Musikfestival denken lassen wird.

Der Künstler Willi Arlt aus Lindern hat für die Preisträger erstmalig diese „Siegerpokale“ geschaffen. Der Spiritus Rector des Festivals ist Florian Koltun. In enger Zusammenarbeit mit zwei Damen, seiner Ehefrau Xin Wang und Roswitha Becker vom Kulturamt der Stadt Geilenkirchen, behält er die Fäden in der Hand und sucht stets nach neuen Möglichkeiten, das Klavierfestival noch attraktiver zu gestalten. Eine Idee war die Schaffung einer festivaleigenen Trophäe.

Florian Koltun hatte schon ein paar weniger hübsche Siegerpokale ausgesucht, war aber nicht so recht glücklich mit der Massenware, die dem Festivalcharakter wohl kaum entsprochen hätte. Im Dialog mit Roswitha Becker war die Idee geboren worden, doch mal bei Willi Arlt anzufragen, ob der sich vorstellen könnte, eine Trophäe zu schaffen, die dem Festival und seinen Preisträgern gerecht werden würde.

Klavierspieler

Arlt griff die Idee gerne auf und schuf einen Entwurf. Koltun: „Für uns ist es ein Traum, dass ein Künstler wie Willi Arlt die Trophäen gestaltet.“ Zwölf Unikate seines Entwurfs hat Willi Arlt bereits umgesetzt, genügend Reserve für eventuelle Doppeltplatzierungen und ein Vorschuss auf die kommenden Jahre.

Neben den Preiskategorien A bis C, in denen jeweils ein erster Preis vergeben wird, sind in der Hauptkategorie, dem Euregio Piano Award, Gold, Silber und Bronze zu gewinnen. Diese Platzierungen werden mit Preisgeldern, begehrten Konzertauftritten und nun auch mit einem „Siegerpokal“ honoriert. Willi Arlt hat für die Gestaltung das Motiv des Klavierspielers gewählt. Aus Baustahl hat Arlt zwei Rechtecke geschnitten, die Piano und Sitzbank des Spielers darstellen.

Der Spieler selber ist mit Rundstäben ebenfalls nur skizziert. Florian Koltun ist von der Darstellung begeistert: „Diese fließende Bewegung des Pianisten am Klavier mit wenigen Mitteln ist fast schon spartanisch. Jeder Preis ist ein Unikat. So wie jeder Musiker individuell spielt, 120 unterschiedliche Persönlichkeiten, die am Wettbewerb teilnehmen.“

Elemente aus Stahl

Die Baustahlelemente des Kunstwerkes sind auf eine Eisenplatte montiert, die bereits nach kurzer Zeit gerostet ist und eine eigenständige Oberfläche entwickelt hat. Diese Kombination wiederum ist auf einer weißen Fliese angebracht, die ihrerseits auf einem grauen Kunststoffteller befestigt ist.

Willi Arlt hat die Kombination Stahl-Fliese vom Aachener Kunstprojekt „100 Künstler, 100 Fliesen“, an dem er teilgenommen hat, mitgebracht. Florian Koltun: „Wir möchten hochwertige Kultur im ländlichen Raum ermöglichen und dabei spartenübergreifend denken. Mit Willi Arlt haben wir einen großartigen Künstler gewinnen können, der über die Grenzen der Region bekannt ist. Wenn er nicht von unserem Projekt überzeugt wäre, hätte er sicherlich nicht diesen Preis geschaffen.“ Roswitha Becker freut sich ebenfalls über die Zusammenarbeit mit dem Künstler Willi Arlt, schließlich sei es nicht das erste gemeinsame Projekt.

In Geilenkirchen hat Arlt beispielsweise die Skulptur „Die Flamme“ am Hallenband aus Resten des abgebrannten Bades geschaffen, in Lindern die Bank am Bahnhof, und auch der Rolf-Ehrenamtspreis der Geilenkirchener SPD kommt aus seinem Atelier.

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