Übach-Palenberg: Weitere Spende für das Denkmal des „Stummen Zeugen“

Übach-Palenberg: Weitere Spende für das Denkmal des „Stummen Zeugen“

Das Kunstwerk „Der Stumme Zeuge“ nimmt nicht nur in der Ausarbeitung durch den niederländischen Gießer immer konkretere Formen an. Auch durch eine weitere Spende in Höhe von 3000 Euro durch den Stolberger Energieversorger EWV ist die Finanzierung des kommenden Denkmals für die Opfer des NS-Regimes in der Stadt gesichert.

Bei der zweiten offiziellen Spendenübergabe innerhalb von vier Wochen im Schloss Zweibrüggen zeigte sich auch der Kunstschaffende Hermann Josef Mispelbaum überzeugt davon, dass die mit dem Untertitel „Die Unschuldsbeteuerung“ versehene Skulptur voraussichtlich ab dem Frühjahr auf dem kleinen Hügel an der Dammstraße zu sehen sein wird.

„Es kommt nun darauf an, wie das Kunstwerk in Bronze aussieht“, so Mispelbaum, der schon sehr gespannt ist, wie das Geplante als Ganzes wirkt. Ab Frühjahr soll auf einer kleinen Anhöhe zwischen dem Kreisverkehr und dem Übach, entlang der Dammstraße und nahe dem „Ü-Bad“, eine sitzende, große Figur mit überdimensionierten Händen, die verschränkt liegen und einem leicht überproportional großen Kopf ohne Gesicht.

Das Kunstwerk soll als Ausdruck der Sprachlosigkeit, mit der die Nachkriegsgeneration auf das Geschehene reagierte, zum Nachdenken anregen. Geplant ist auch die Umsetzung eines derzeit gemeinsam von der Stadtverwaltung und der jüdischen Gemeinde Aachen ausgearbeiteten passenden Zitats auf dem Sockel des Denkmals.

(mabie)