Bei Kogenbroich und Prummern: Weitere Baumfällungen durch Rußrindenkrankheit

Bei Kogenbroich und Prummern : Weitere Baumfällungen durch Rußrindenkrankheit

Ab der kommenden Woche werden bei Kogenbroich und bei Prummern zwei erkrankte Ahornbestände geschlagen, darüber informiert Revierförster Wolfgang von der Heiden. Die dortigen Bergahornbestände seien von der Rußrindenkrankheit befallen.

Die Bäume haben den charakterischen rußähnlichen, tiefschwarzen Sporenbelag auf ihren Stämmen. Die Pilzerkrankung kann auch für den Menschen gefährlich werden, da die Pilzsporen Lungenentzündungen auslösen können. Vor allem für Menschen mit einer vorbelasteten Lunge oder einer allergischen Grunderkrankung kann der Kontakt mit den Pilzsporen Husten, Atemnot, Müdigkeit oder Fieber auslösen.

Die Erkrankung ist in der Region auf dem Vormarsch. Im Jahr 2005 gab es den ersten Fall in Deutschland in der Nähe von Karlsruhe. Im Kreis Heinsberg gab es im vergangenen Jahr in Erkelenz den ersten Fall. Ursprünglich stammt der Pilz aus Nordamerika.

Die betreffenden Waldstücke dürfen während der Arbeiten nicht betreten werden. Die Zugänge dorthin werden gesperrt. Während der Fällarbeiten müssen die Arbeiter eine Atemmaske und einen Schutzanzug tragen. Da das Holz aufgrund der Sporen nicht verwertet werden darf, wird es in eine Verbrennungsanlage gebracht.

(mcz)
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