Geilenkirchen: Viele schöne Spielplätze - und viel Mühe mit der Pflege

Geilenkirchen: Viele schöne Spielplätze - und viel Mühe mit der Pflege

„Der Bauhof der Stadt Geilenkirchen ist für Pflege, Wartung und Kontrolle der Spielplätze zuständig.” Was Peter Sentis, der stellvertretende Leiter des Bauhofes so sachlich feststellt, gilt sowohl in guten als auch in schlechten Zeiten.

Gute Zeiten, weil viele Kinder gern die Spielgeräte nutzen und in Sandkästen buddeln. Schlechte Zeiten, weil die Instandhaltung der 53 Spielplätze im Stadtgebiet nicht immer ohne Probleme vonstatten geht.

Vandalismusschäden und Verunreinigungen müssen die städtischen Mitarbeiter fast täglich zu beseitigen, wobei der Schwerpunkt naturgemäß in der warmen Jahreszeit liegt. Doch auch jetzt zur Herbstzeit sind Helmut Görtz, Daniel Katzmarzyk und Thomas Kierchhoff pausenlos unterwegs, um die Spielgeräte auf Schäden zu kontrollieren und diese gegebenenfalls rasch zu reparieren. Doch nicht nur die Klettergerüsten, Karussells, Schaukeln und Seilgärten müssen instand gesetzt werden. Auch die Grünanlagen und Sandkästen bedürfen einer intensiven Pflege.

Der Städte- und Gemeindebund empfiehlt die Einrichtung von einem Spielplatz je 1000 Einwohner. Somit liegt Geilenkirchen mit seinen rund 28.000 Einwohnern statistisch betrachtet weit über der empfohlenen Anzahl. Über diesen positiven Umstand ist nicht nur der seit 18 Jahren für die Spielplätze zuständige Helmut Görtz erfreut. Auch Petra Höpken vom Tiefbauamt begrüßt die Vielfalt der Spielgelegenheiten. „Lediglich vier Spielplätze sind nicht öffentlich zugänglich, da sie auf dem Gelände von Kindertagesstätten liegen”, sagt sie.

Bei einer kürzlich erfolgten Spielplatzüberprüfung hatten externe Fachleute den Plätzen in Geilenkirchen „Vorzeigecharakter” bescheinigt. „Die sehr gut gewarteten Spielplätze und die daraus resultierenden positiven Allgemeinzustände spiegeln ein funktionierendes Sicherheitsmanagement wieder. Kinder können bedenkenlos die Spielplätze mit ihren abwechslungsreichen Geräten nutzen.” So steht es im Ergebnis der Spielplatzprüfer.

Der für die Wartung und Instandhaltung der insgesamt 307 Spielgeräte benötigte zeitliche und materielle Arbeitsaufwand ist beträchtlich und auch kostspielig. In der Gesamtzahl der Geräte sind die Sandkästen noch nicht enthalten. Die Plätze werden täglich von Thomas Kierchhoff und Daniel Katzmarzyk überprüft.

Oft ärgern sie sich über die Hinterlassenschaften von Zeitgenossen, die nachts auf Spielplätzen Alkohol bechern und die Flaschen zurücklassen. Deshalb wird besonders auf Glasscherben im Sand geachtet, an denen sich Kinder verletzen können. „Leider haben in letzter Zeit auf stark frequentierten Spielplätzen Vandalismus und Vermüllung zugenommen”, bedauert Petra Höpken.

Vor allem auf dem Spielplatz oberhalb des Wurmauenparks sowie an der Feldstraße in Bauchem komme es häufig zu solch nächtlichem Treiben. Peter Sentis erzählt, dass Anwohner für den Spielplatz am Anemonenweg eine Patenschaft übernommen haben. Seitdem die Bürger jeden Abend das Zugangstor abschließen, habe es dort keinen Vandalismus mehr gegeben. Ein Beispiel, das Schule machen könnte.

Sentis: „Es ist sehr wichtig, dass die Spielgeräte pfleglich behandelt werden und jeder Spielplatz nach der Nutzung in einem sauberen und ordentlichen Zustand hinterlassen wird.” Seine Aufforderung: „Schäden und Verunreinigungen sollten Bürger unverzüglich beim Bürgerbüro der Stadt Geilenkirchen oder beim Tiefbauamt melden”.

Einen ordentlichen Wermutstropfen muss Petra Höpken letztlich eingießen: „Aufgrund der angespannten Haushaltslage kommen auch die Spielplätze auf den Prüfstand. Es wird sich wohl nicht vermeiden lassen, dass in den kommenden Jahren einige weniger benutzte Spielplätze aufgegeben werden müssen.”