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Verkehr in der Innenstadt von Geilenkirchen benötigt Verbesserung

Verkehrssituation : Bürgerliste fordert Verbesserung auf der Herzog-Wilhelm-Straße

Auf Antrag der Bürgerliste beschäftigt sich der Umwelt- und Bauausschuss an diesem Dienstag mit der Verkehrssituation auf der Herzog-Wilhelm-Straße in der Geilenkirchener Innenstadt. Auf der Fahrbahn parkende Autos behindern den fließenden Verkehr.

Die Verwaltung legt einen Maßnahmenkatalog vor, den die Politik beraten soll. Die Verkehrssituation auf der Herzog-Wilhelm-Straße im Geilenkirchener Stadtkern sorgt für Unmut bei Anliegern und Autofahrern. Dass besonders der Bereich ab der Straße „Am Mausberg“ stadteinwärts so intensiv von parkenden Fahrzeugen genutzt wird und es deshalb häufig zu Verkehrsbehinderungen kommt, hat auch die Bürgerliste festgestellt.

„In diesem Bereich parken oftmals Fahrzeuge auf der Fahrbahn, so dass der fließende Verkehr über die durchgezogene Linie fahren muss bzw. auf der anderen Straßenseite auf die Bushaltestelle ausweicht“, beschreibt Bürgerlisten-Fraktionschef Christian Kravanja in einem Antrag zur Verkehrssituation im Bereich der Herzog-Wilhelm-Straße, mit dem sich der Umwelt- und Bauausschuss in seiner Sitzung an diesem Dienstag um 18 Uhr beschäftigt. Die Bürgerliste, so schreibt Kravanja, habe deswegen das Gespräch mit dem städtischen Ordnungsamt gesucht.

Grundsätzlich habe das Ordnungsamt die Einschätzung der Bürgerliste geteilt, dass Änderungen notwendig seien, jedoch sei in diesem Gespräch auch deutlich geworden, dass punktuelle Maßnahmen nicht ausreichend seien, um den geänderten Anfordernissen im Ganzen gerecht zu werden. Unter anderem, so Kravanja, seien „alternierendes Parken“, also versetztes Parken links und rechts, Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduzierung und die Schaffung einer Querungshilfe als mögliche Verbesserungsmaßnahmen aufgezeigt worden. Hierbei handele es sich um Maßnahmen, die ohne einen Komplettumbau der Straße mit relativ geringen Mitteln möglich wären.

Mit dem Ende November eingereichten Antrag der Bürgerliste haben sich zwischenzeitlich Mitarbeiter des Geilenkirchener Ordnungsamtes und des Bauverwaltungs- und Tiefbauamtes beschäftigt. Sie werden in der Umwelt- und Bauausschusssitzung Möglichkeiten aufzeigen, wie der fließende und ruhende Straßenverkehr neu geordnet werden können, ohne in einen Umbau der Verkehrsfläche viel Geld investieren zu müssen: Beim alternierenden Parken entstehe ein Effekt der Geschwindigkeitsdämpfung. Ein abschnittsweise eingeschränktes Halteverbot, die Einrichtung eines Fußgängerüberweges im Bereich des Beamtenweges und das Einkleiden des Fußgängerüberweges in eine Tempo 30-Zone werden von der Verwaltung ebenfalls vorgeschlagen.

Die Kosten für diese Maßnahmen werden mit knapp 8000 Euro beziffert. Anstatt der heute 28 Pkw-Stellplätze würden 36 Parkplätze entstehen. Stimmt die Politik zu, könnten die Markierungsarbeiten witterungsbedingt im April oder Mai vorgenommen werden. Gleichzeitig weist die Verwaltung darauf hin, dass in den nächsten Jahren die Kreuzung Herzog-Wilhelm-Straße/Am Mausberg/Theodor Heuss-Ring umgebaut werden soll, wodurch der fließende und ruhende Verkehr optimiert werde.

Nicht nur der Umwelt- und Bauausschuss beschäftigt sich in dieser Woche mit der Verkehrssituation in der Geilenkirchener Innenstadt. Die Parkraumsituation im Stadtkern ist ein Tagesordnungspunkt des Ausschusses für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung, der am Donnerstag um 18 Uhr tagt. Nachdem in der Vergangenheit über ein Parkleitsystem für den Innenstadtbereich, die Abbindung der Zufahrt zur Kreissparkasse an der Konrad-Adenauer-Straße und die Parkzeitregelung im Parkhaus hinter dem Rathaus diskutiert wurden, wird die Verwaltung einen Bericht über die Parksituation im gesamten Stadtkern vorlegen.

(st)