Geilenkirchen-Lindern: Vandaslimus: „Ein Ausdruck von Gehirnlosigkeit“

Geilenkirchen-Lindern: Vandaslimus: „Ein Ausdruck von Gehirnlosigkeit“

Seit vielen Jahrzehnten besuchen die Gläubigen in Lindern die kleine Kapelle am Kornhausweg in Lindern, um dort bei einem stillen Gebet einige Minuten in Ruhe verweilen zu können. Am Montagabend oder in der Nacht zum Dienstag haben Unbekannte hier ihrer blinden Zerstörungswut freien Lauf gelassen und einen Schaden von mehr als 1000 Euro angerichtet.

Ein Loch wurde in die Bleiverglasung geschlagen, das die Mutter Gottes umgebende Schutzglas seitlich zerstört, Vasen kaputt geworfen, eine Lampe abgerissen und Steckdosen abgetreten. Die Familie Plum hat die Kapelle seinerzeit errichtet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Mehrfach wurde hier bereits Vandalismus festgestellt, und der aktuelle Fall sorgt erneut für Kopfschütteln. „Seitdem der neue Zugang zur Bahn besteht, ist es schlimmer geworden“, ist sich Christoph Plum sicher. Seine Familie werde nun Überlegungen tätigen müssen, wie man einer derartigen Zerstörung zukünftig entgegenwirken könne.

Kein Verständnis

Das kleine Bethaus wird im Volksmund einfach „Kapellchen“ genannt und selbst die Kevelaerwanderer machen hier immer Halt. Auch Pfarrer Norbert Kaluza kann kein Verständnis für solche Taten aufbringen. „Das ist ein Ausdruck von Gehirnlosigkeit“, bringt er es auf den Punkt. Offensichtlich hätte dieses Klientel keinen Respekt vor religiösen Relikten.

Direkt am Dienstagmorgen erstattete die Familie Anzeige bei der Polizei, und Beamte nahmen am Tatort Ermittlungen auf. Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat in Geilenkirchen, Telefon 02451/9200, entgegen.

(g.s.)