Übach-Palenberg: Übacher Senioren unternehmen einen Ausflug in die Geschichte

Übach-Palenberg: Übacher Senioren unternehmen einen Ausflug in die Geschichte

Häufig wie lange nicht mehr waren in diesem Jahr die Übacher Senioren unterwegs, um Heimat, Land und Leute kennenzulernen, Kameradschaft und Geselligkeit zu pflegen.

Wallfahrtsort

Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Schöne liegt so nah? Diesen Satz machte sich der Vorstand des Seniorenvereins um Vorsitzenden Manfred Bärwald erneut zu eigen, als er Mitgliedern und Freunden einen Halbtagsausflug ins Eifelstädtchen Heimbach und zur Abtei Mariawald offerierte. Mitglieder und Freunde konnten sich bei schönem Wetter nicht nur an der idyllischen Eifellandschaft erfreuen, gleichzeitig konnten sie Neues und Wissenswertes über den bekannten Wallfahrtsort erfahren.

Heimbach, im Nationalpark Eifel gelegen, ist als staatlich anerkannter Luftkurort an der Rurtalsperre Schwammenaul und dem Stausee Heimbach vorrangig von Tourismus geprägt und nach Hallenberg im Hochsauerlandkreis mit rund 4500 Einwohnern die zweitkleinste Stadt Nordrhein-Westfalens.

Das Städtchen mit bewegter Geschichte mit dem Sonnenberg in der Kernstadt wird überragt von der Burg Hengebach. Die erste urkundliche Erwähnung findet Heimbach im Jahr 673 in Schenkungsurkunden des fränkischen Königs Theoderich I. Im Jahr 1288 wurde Heimbach Mittelpunkt eines Jülicher Amtes und die Burg zum Sitz eines Jülicher Burggrafen. Um 1300 erhielt Heimbach nach einer Befestigung der Siedlung einen stadtähnlichen Charakter.

Seit 1602 werden in Heimbach Jahrmärkte abgehalten, der Markt zum Fest Mariä Heimsuchung findet anlässlich der Wallfahrtsoktav heute noch statt. 1903 erfolgte der Anschluss der Stadt an das Eisenbahnnetz, 1904 wurde die Urfttalsperre fertiggestellt, wodurch der Fremdenverkehr im Ort kräftig anwuchs.

Am 8. April 1959 wurden Heimbach die Stadtrechte wiederverliehen aufgrund seiner historischen Vergangenheit und als Würdigung Heimbachs als ein Zentrum des Fremdenverkehrs.

Kunst und Musik

In den Wallfahrtsort pilgern seit 1804 Gläubige zur „Schmerzhaften Mutter von Heimbach”, einer in der Pfarrkirche von Heimbach aufgestellten Pieta. Neben Religiösem hat Heimbach auch noch anderes Interessantes zu bieten. So ist in der ehemaligen Hauptschule das Wasser-Info-Zentrum Eifel, im Bahnhof das Nationalpark-Tor Heimbach mit der Ausstellung „Geheimnisse im Buchenwald” untergebracht.

Darüber hinaus befindet sich im Kraftwerk Heimbach das RWE Industriemuseum mit elektrischen Alltagsgeräten. Im Bahnhof, der Endstation der Rurtalbahn von Linnich über Düren, ist erst kürzlich das Museum DKB-Zeitreise eröffnet worden. Auch Kunst und Musik haben in Heimbach ihre Heimstatt mit Konzerten im Kraftwerk und Ausstellung in der Burg.

Bevor sich die Übacher Senioren an ihrem Zielort viel Geschichtliches und Sehenswertes konsumierten, machten sie in der oberhalb von Heimbach gelegenen Abtei Mariawald Station, um sich mit der allseits bekannten kräftigenden Erbsensuppe zu stärken. Die Abtei ist übrigens das einzige Trappistenkloster in Deutschland.

Nach anstrengenden Stunden mit Aufenthalt in einigen schönen Cafés und Restaurants ging es am frühen Abend in Richtung Heimat. Unterwegs wurde in den „Kaisersaal” von Imgenbroich eingekehrt, um gemeinsam das Abendessen einzunehmen, ehe die unternehmungslustige Gruppe wieder wohlbehalten nach Übach zurückkehrte.