Werkschor Schlafhorst holt für Konzert in Übach weitere Musiker hinzu

Konzert in der Pfarrkirche St. Dionysius : Viel Beifall für Chöre und Orchester

Konzerte gehören zu den Höhepunkten im Leben eines Gesangvereines – da macht auch der Werkschor von Schlafhorst keine Ausnahme. Bereits kurz vor Ostern präsentierte er in der Oidtweiler Kirche St. Martinus ein prachtvolles „Mittfasten-Konzert“, zu dem auch die Kirchenchöre von Oidtweiler und Beggendorf sowie für die instrumentale Begleitung Mitglieder des Orchesters „Sinfonietta Regio“ aus Alsdorf mit ins Boot geholt worden waren.

Getreu dem Motto „Doppelt hält besser“ konnte man zuletzt das gleiche Programm nochmals in der Übacher Kirche St. Dionysius erleben. Für den Orgel-Continuo sorgte Josef Paffen, der frühere Kantor der Kirche St. Petrus Baesweiler, die Gesamtleitung hatte der Kirchenmusiker Helmut Esser.

Im Mittelpunkt des Konzertes stand die Missa brevis KV 259 von Wolfgang Amadeus Mozart, die auch als „Orgelsolomesse“ bezeichnet wird, was sich von der teilweise solistischen Untermalung des „Benedictus“ durch die Orgel ableitet. Unter dem souveränen Dirigat von Helmut Esser gelang eine klangprächtige und musikalisch wirkungsvolle Wiedergabe dieser wohl kürzesten Messvertonung aus der Feder des Salzburger Meisters. In den Sätzen Sanctus, Benedictus und Agnus Dei hätte man sich allerdings eine etwas präzisere Stimmführung der Chöre gewünscht.

Umrahmt wurde diese Darbietung von einer Anzahl kleinerer kirchlicher Werke: Feierlich und andächtig zog das „Tantum ergo“ von Franz Schubert vorüber, auch beim „Largo“ von Händel und beim Kantatensatz „Wohl mir, dass ich Jesum habe“ aus der Bach-Kantate Nr. 147 zeigten sich Chöre und Instrumentalisten gut aufeinander eingespielt und intonationssicher. Im nachfolgenden „Vater unser“ von Carl August Krebs konnten die Männerstimmen in prachtvollem Unisono glänzen. Einen weiteren Höhepunkt bildete das Stück „Jerusalem“ von Fritz Ihlau, das in seiner Originalversion für Männerchor, gemischten Chor und Orchester erklang. Hierbei übernahm Matthias Harren das Bariton-Solo.

Aber auch das Orchester kam mehrfach allein zum Zuge – und zwar mit drei Sätzen aus der „Wassermusik“ von Händel. Dieser Name rührt davon her, dass Händel diese großangelegte Suite für Vergnügungsfahrten des englischen Königs Georg I. auf der Themse komponierte, wobei das Orchester auf einer eigenen Barke neben dem Schiff des Monarchen fuhr.

Den Schlusspunkt des Konzertes setzte das Gemeindelied „Großer Gott, wir loben dich“, wobei die Zuhörer zum Mitsingen eingeladen wurden. Am Ende gab es stürmischen Applaus für das Orchester, die Chöre und den Dirigenten Helmut Esser, der mit dieser Aufführung einmal mehr unter Beweis stellte, dass er sehr wohl auch große Kirchenkonzerte auf die Beine stellen kann.

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