Übach-Palenberg: Trödelmarkt als Mittel der gelebten Inklusion

Zehnte Veranstaltung : Trödelmarkt als Mittel der gelebten Inklusion

Jedes Jahr gehört Wilfried Arno Fröschen mit seiner Familie und einer Bekannten zu den Teilnehmern des Trödelmarkts der Kontakt- und Beratungsstelle (KBS) für psychisch kranke Menschen Übach-Palenberg in Trägerschaft des Caritasverbandes für die Region Heinsberg und der Katharina Kasper ViaNobis GmbH.

„Wir sind von Anfang an seit dem Jahr 2010 dabei, weil wir die Grundidee toll finden, dass sowohl Übacher Bürger und Besucher als auch Klienten der Einrichtungen in Kontakt miteinander treten“, sagt Fröschen. Zudem sei die Atmosphäre hier sehr familiär.

Dies ist der Grund, aus dem Familie Fröschen immer wieder kommt, um mit Freundin Helga Klinkenberg zusammen drei Stände aufzubauen. „Wir wären normalerweise bereits mit dem Wohnmobil in Urlaub, haben aber die Fahrt wegen des Trödelmarktes verschoben“, betont Wilfried Arno Fröschen.

Das gute Miteinander und die netten Kontakte, die sich immer wieder ergeben, waren auch in diesem Jahr wieder der Grund, warum auch viele Besucher der KBS und Klienten der Katharina Kasper ViaNobis GmbH zu den Ausstellern gehörten. Sie fühlen sich hier wohl, da sie viele Aussteller über die Jahre kennen und sich auch unter den Trödelmarktbesuchern bekannte Gesichter wiederfinden. „Man baut Beziehungen auf“, so ein Klient, der gemeinsam mit seinem Sohn einen Stand betreibt

Fast 40 Stände zählte diesmal der Trödelmarkt, bei dem Haushaltsachen, Computerspiele, Kleidung, Kinderspielzeug vom Schaukelpferd bis zum Bobbycar und Weihnachtsdeko zum Verkauf angeboten wurden. Die Freude war bei allen Beteiligten beider Einrichtungen und den Bürgern aus der Stadt groß, wenn etwas verkauft wurde.

Zudem kommt es den Menschen nicht nur auf den Umsatz an, sondern auch auf Kontakte und Gespräche. Man trifft sich dann auch am Würstchenstand und der Cafeteria, wo ehrenamtliche Mitarbeiter für das leibliche Wohl sorgen.

(red)
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