Übach-Palenberg liegen zwei Anträge von Anwohnern der Conneallee vor

Diskussion um Conneallee : Alten Bäume fällen oder Lücken in Allee schließen?

Übach-Palenberg liegen zwei konträre Anträge von Anwohnern der Conneallee vor, in denen es um die Bäume auf der Straße geht. Sollen Lücken gefüllt oder alte Bäume gefällt werden? Der Fachausschuss nimmt sich Frage an.

Die Anwohner der Conneallee in Übach-Palenberg sind gespalten, wenn es um die Bäume vor ihrer Haustür geht. Bereits vor der Sommerpause wurde ein Antrag an den Rat der Stadt gestellt, die Lücken in der Conneallee zu schließen. „Eine Allee bezeichnet eine durchgängige Bepflanzung mit einheitliche Bäumen“, heißt es in dem Schreiben. „In der Conneallee fehlen, auf Grund von Abholzung, warum auch immer, an einigen Stellen Bäume.“ Sie seien nie ersetzt wurden, so der Vorwurf: „Um ein einheitliches Bild in der Conneallee herzustellen ist eine durchgängige Bepflanzung erforderlich“. Dieser erste Antrag wurde vom Haupt- und Finanzausschuss in den zuständigen Fachausschuss verwiesen.

Als Reaktion auf diesen Antrag hat die Stadt nun ein weiterer Antrag erreicht, „der die Situation in der Straße näher erläutern“ will, um „Fehlentscheidungen zu verhindern“. Es wird beantragt, die alten Bäume durch neue, standortgerechte und weniger großgewachsene Bäume zu ersetzen. Als Begründung heißt es, die vorhandenen Bäume seien alt, teilweise morsch im Inneren, zu groß und nicht mehr standortgerecht: „Sie stören den Satellitenempfang, Fernseh-Kabel gibt es hier nicht. Sie beeinträchtigen die Leistung der vorhandenen Solaranlagen, die Wurzeln haben bereits zu Schäden an den Abwasseranschlüssen verschiedener Häuser geführt und den Hausbesitzern hohe lnstandsetzungskosten verursacht.“  

Weiterhin sei es zu erheblichen Schäden an den Gehwegen, den Bordsteinen und an privaten Begrenzungen gekommen: „Zahlreiche Stolperfallen ziehen sich über alle Bürgersteige.“ Die Antragsteller betonen allerdings, dass  die Conneallee auf keinen Fall ohne Bäume dastehen sollte. Sie denken aber, „dass man die geschilderten Probleme durch geschickte Neuplanung beheben kann“.

Im jüngsten Haupt- und Finanzausschuss zeigt sich Gerhard Gudduschat beeindruckt von dem ausführlichen zweiten Antrag. „Wir sehen da einige bemerkenswerte Ansätze, die es nun zu prüfen gilt“, so der CDU-ler. Alf-Ingo Pickartz spricht sich dafür aus, auch den zweiten Anträge in den zuständigen Fachausschuss zu verweisen. „Es ist sinnvoll, eine Bestandsaufnahme zu den alten Bäume zu machen“, findet der SPD-Chef. Er gibt der Verwaltung den Hinweis, gegebenenfalls auch einen Baumsachverständigen vom örtlichen Nabu hinzuziehen.

„Wir haben auch einen Baumfachmann in unserem Team“, erklärt Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch. Dieser soll sich die Allee nun einmal genauer anschauen. Einstimmig beschließt der Haupt- und Finanzausschuss, dass der zuständige Fachausschuss sich mit dem Thema Conneallee und den beiden Anträgen befassen soll. „Der Fachausschuss sollte sich die Situation auch einmal vor Ort angucken und die jeweiligen finanziellen Rahmen aufschlüsseln“, gibt Corinna Weinhold (UWG) noch mit auf den Weg.

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