Übach-Palenberg: Kaiser-Karl-Fest lockte zahlreiche Besucher

Erfolgsrezept für das Kaiser-Karl-Fest : Gute Bands, tolles Wetter und Norman Langen

Wenn der „Jung aus der Stadt“, Schlagerstar Norman Langen, eine Modenschau moderiert, begeistern die gezeigten Kleidungsstücke um so mehr. Davon konnten sich die zahlreichen Besucher des Kaiser-Karl-Festes in Palenberg überzeugen. Auch das Bühnenprogramm überzeugte die Gäste.

Es gab mindestens zwei gute Gründe für Edgar Busch, am Sonntagnachmittag mit einem zufriedenen Lächeln zu glänzen: das Wetter und der gute Besuch beim Kaiser-Karl-Fest in Übach-Palenberg. Natürlich hängen beide Dinge ursächlich miteinander zusammen. „Über das Wetter konnten wir uns dieses Jahr nun wirklich nicht beschweren“, so Busch, der der Vorsitzender der Werbegemeinschaft Palenberg ist.

Dass an allen drei Tagen die Hütte open air so richtig brummte, lag aber nicht nur an den spätsommerlichen Temperaturen. „Das Bühnenprogramm passte in diesem Jahr auch, und das zieht die Leute an“, so Busch weiter. Beispielhaft nannte er hier die Band „Fahrerflucht“, die am Samstagabend so richtig Gas gab und erst nach Zugaben und mit richtig zufrieden dreinschauenden Besuchern die Bühne verließ. „Sowas brauchen wir“, ist Busch sicher.

Und was er und seine Mitstreiter, die haupt- und ehrenamtlich hinter der jüngsten Auflage des traditionsreichsten Straßenfestes der Stadt stecken, ebenfalls als Grund für den Erfolg kennen, ist etwas „Besonders“, das es in Palenberg allerdings tatsächlich jedes Jahr gibt: Denn welche Stadt kann schon von sich behaupten, dass ein waschechter Schlagerstar jedes Jahr die Bühne stürmt, um nicht seine jüngsten und älteren Hits zu präsentieren, sondern als „Jung aus der Stadt“ die Moderation einer Modenschau wahrnimmt. Norman Langen ist damit natürlich gemeint, der mit einem heiteren „Ich glaube, ich bin in diesem Jahr schon zum achten Mal hier“ die jubelnde Masse begrüßte.

Auch der Tag der Offenen Tür am Mehrgenerationenhaus lockte viele Gäste an, vor allem die Kinder kamen auf ihre Kosten. Foto: Markus Bienwald

Gut 500 Leute und mehr dürften es gewesen sein, die sich die jüngsten modischen Trends für die kommenden Monate angesehen haben. Dabei ging es um Mode, die auch vor Ort in Palenberg zu kaufen ist. „Im letzten Jahr liefen erstmals Jungs mit, und die sind in diesem Jahr auch wieder dabei“, freute sich Norman Langen. So führte er durch ein abwechslungsreiches Modeprogramm, ehe er am Schluss nicht ohne viele Autogramme und Fotos mit Fans und Freunden wieder von Dannen zog.

Da sich in diesem Jahr kein Sponsor fand, fiel das sonst obligatorische Feuerwerk der früheren Jahre flach, allerdings ohne die im letzten Jahr aufgezogene große Welle in sozialen Netzwerken. Vielmehr genossen die Menschen die Kirmes, aber auch die kleine Budenstadt mit vielen lokalen Angeboten im zur großen Fußgängerzone gesperrten innerstädtischen Bereich von Palenberg fand ihre Liebhaber.

Die Modenschau war ein echter Publikumsmagnet. Foto: Markus Bienwald

Unterm Strich dürfen sich die Organisatoren des Kaiser-Karl-Festes über viel Applaus freuen. Schließlich gibt es da noch den einen entscheidenden Gradmesser für den Zulauf zu solch einer Veranstaltung: die bestens gefüllten Parkflächen. Kaum war ein Platz frei, fand er schon wieder einen neuen Nutzer. Gespürt hat dies sicher auch das Team vom Mehrgenerationenhaus am nahe gelegenen Palenberger Bahnhof. Sie veranstalten immer am Sonntag des Kaiser-Karl-Festes ihren Tag der Offenen Tür. Gute 200 Meter Luftlinie von der Bühne mit der Modenschau entfernt, durfte man hier bei Kuchen oder frischer Bratwurst am Städtischen Seniorenzentrum die Seele baumeln lassen.

Die Kinder tobten sich derweil am Jugendzentrum aus, fuhren dort mit den Kettcars oder nahmen das beliebte Kinderschminken in Anspruch.

Richtig was los bei der inzwischen 39. Auflage des Kaiser-Karl-Festes in Palenberg, wie dieser Blick auf die Ecke Aachener Straße/Kirchstraße/Kapellenstraße zeigt. Foto: Markus Bienwald
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