Übach-Palenberg: 80er und 90er Jahre Party in der Musikmuschel

Open Air im Wurmtal : 80er und 90er Jahre Party in der Musikmuschel

Am 17. August findet im Naherholungsgebiet eine große Open Air 80er und 90er Jahre Party statt. Organisiert wird sie von Daniel Bulabula, Teile des Erlöses gehen an das Jugendzentrum Zille.

Sibilla Gärtner kennt Daniel Bulabula schon lange. Der aus Geilenkirchen stammende Profiboxer hat in seiner Jugend viel Zeit in dem evangelischen Jugendzentrum verbracht. Hier ist Gärtner schon seit 18 Jahren die Leiterin. Auf die Frage, wie Daniel Bulabula denn so als Kind war, muss sie erst einmal lachen: „Ich weiß nicht, ob ich das jetzt so sagen soll… Auf jeden Fall war er schon immer humorvoll und hatte viele Ideen.“

Eine dieser Ideen führt die beiden nun wieder zusammen. Am Samstag, 17. August, veranstaltet Daniel Bulabula das erste Open Air im Wurmtal Übach-Palenberg als 80er und 90er Jahre Party. Ein Teil der Einnahmen will er an das Jugendzentrum Zille spenden. „Dass ich neben der Partynacht auch einen wohltätigen Zweck bedienen wollte, war mir von Anfang an klar“, erzählt Daniel Bulabula, der die Idee zu diesem Open Air gemeinsam mit seiner Schwester entwickelt hat. „Wir haben hin und her überlegt, welche Organisation wir mit ins Boot nehmen könnten. Am Ende haben wir uns für das Naheliegendste entschieden.“

Darüber freut sich Sibilla Gärtner natürlich sehr. „Es ist immer schön, wenn man die Ehemaligen wiedersieht. Und wenn dann unsere Jugendarbeit noch davon profitieren kann, ist es natürlich noch besser. Mindestens einen Euro pro verkaufter Karte will Daniel Bulabula an das Zille spenden. „Und je nach Höhe der Gesamteinnahmen würde ich auch noch etwas drauflegen“, sagt Bulabula, der schon im Dezember die erste Übach-Palenberger Profi-Boxnacht organisiert hatte – mit großem Erfolg. „Ich hoffe natürlich, dass auch die Übach-Palenberger Summer Night von den Menschen so gut angenommen wird.“ Der Vorverkauf sei jedenfalls schon gestartet und sehr gut angelaufen.

Beim Open Air im Wurmtal werden Daniel Bulabula und Sibilla Gärtner noch weitere „alte Bekannte“ wiedersehen. Zunächst steht der „New Life International Ministries Gospelchor“ aus Geilenkirchen auf der Bühne der Musikmuschel im Naherholungsgebiet. Weiter geht es mit dem Sänger Amura Omar und DJ ShamPoo, alias Nderim Feka. Omar und Feka waren ebenfalls früher Stammgäste im Zille und haben sich in der regionalen Musikszene bereits einen Namen gemacht. „Als Main-Act steht dann die Vision Live Coverband auf der Bühne“, freut sich Daniel Bulabula. „Die stammen zwar aus Duisburg, werden aber bestimmt für den richtigen Sound der 80er und 90er Jahre sorgen.“

Als Sibilla Gärtner Daniel Bulabula vor vielen Jahren gemeinsam mit Trainer Detlef Diekmann auf den ersten Schritten im Boxsport begleitete, hatte sie sicher noch nicht geahnt, wie diese Karriere einmal laufen würde. Aber eines wird ihr schon damals klar gewesen sein: Der Junge weiß, was er will und kann sich durchsetzen – nun auch mit dem Open Air im Wurmtal.

Leider nicht in Geilenkirchen

Eigentlich wollte Daniel Bulabula sein Open Air im Wurmauenpark Geilenkirchen veranstalten. „Ich höre immer wieder, dass in Geilenkirchen nichts los ist, und das wollte ich ändern!“, sagt Bulabula. Darum hatte ihn sein erster Weg auch ins Rathaus Geilenkirchen geführt, wo er in Bürgermeister Georg Schmitz einen Mitstreiter fand. „Er fand die Idee direkt gut und wollte mir helfen“ – aber leider vergebens. „Das Open Air im Wurmauenpark ist an der Bürokratie in Geilenkirchen gescheitert“, bedauert Daniel Bulabula. Es habe so viele Auflagen gegeben, die man ihm dann aber gar nicht im Detail mitgeteilt habe. Von einem Verbot von kommerziellen Veranstaltungen und Artenschutz war hier die Rede. Daniel Bulabula fühlte sich hingehalten. „Durch das Hin und Her habe ich viel Zeit verloren“, ärgert er sich. „Darum habe ich dann Anfang Juni Wolfgang Jungnitsch angesprochen, ob er sich vorstellen könnte, dass das Open Air in Übach-Palenberg stattfinden kann. Dann ging plötzlich alles ratzfatz.“ Bulabula beantragte eine Befreiung von eventuellen Verboten des Landschaftsplans und bekam schnell die Antwort, es gebe keine solchen Verbote. „Alles wurde spontan und unbürokratisch gehändelt, und nun bin ich froh, dass das Open Air stattfinden kann, zwar nicht in Geilenkirchen, aber dafür frist- und termingerecht. Ich freue mich auf dieses Festival.“

Herbert Brunen, Erster Beigeordneter der Stadt Geilenkirchen, erklärt auf Anfrage unserer Zeitung: „Für eine solch große Veranstaltung wie das Open Air konnten wir im Wurmauenpark die Sicherheit nicht gewährleisten.“ Zudem hätte der große Parkplatz zumindest teilweise gesperrt werden müssen. „Das ist auch nicht so einfach möglich.“ Zudem sei sicherlich auch die zu erwartende Lärmbelästigung der Bewohner der Herzog-Wilhelm-Straße ein Thema. „Warum es in Übach-Palenberg geklappt hat und in Geilenkirchen nicht, hängt von den individuellen Unterschieden der Flächen ab“, so Brunen und weiter: „Wir sind nicht grundsätzlich dagegen und auch nicht langsamer als andere.“

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