Too Good To Go weist Vorwurf der Übach-Palenberger Tafel zurück

Too Good To Go weist Vorwurf zurück : „Wir wollen der Tafel kein Essen wegnehmen“

Too Good To Go weist den Vorwurf der Übach-Palenberger Tafel zurück. Betriebe würden durch App nicht weniger an Tafel geben.

„Wir haben zwar noch immer viele Unternehmen, die uns Lebensmittel spenden, aber die Menge ist deutlich weniger geworden“, so Roswitha Bischhaus-Trotnow, die erste Vorstandsvorsitzende der Übach-Palenberger Tafel in einem Interview  in der vergangenen Woche. „Too Good To Go ist unser Tod.“ Nachdem Too Good To Go diese Zeilen gelesen hat, hat es sich direkt mit seinen Partnerläden in der Region und der Tafel in Übach-Palenberg in Verbindung gesetzt. „Denn das Letzte, was wir wollen, ist den Tafeln Essen wegzunehmen“, betont Franziska Lienert von der App gegen Lebensmittelverschwendung.

„Wir freuen uns, dass die Tafel in Übach-Palenberg uns auch als nützliche Ergänzung zum eigenen Konzept sieht“, so  Lienert. „Wir konnten außerdem erklären, dass über die App immer nur eine bestimmte Anzahl, in dem Falle fünf Portionstüten pro Laden, angeboten wird.“ Daher sei es logistisch nicht möglich, dass sich die Mengen für die Tafel durch unser Konzept reduzieren: „Unsere Partnerbetriebe konnten uns zudem mit Sicherheit bestätigen, dass sie nicht aufgrund von Too Good To Go weniger an die Tafel abgeben.“

Tafeln kommen zuerst“

Zusätzlich herrsche  das „Tafel first“-Prinzip. „Wir fragen vor der Teilnahme als Erstes, ob ein Betrieb bereits mit einer Organisation wie der Tafel zusammenarbeitet, um die Verschwendung zu minimieren“, erklärt Lienert. „Und nur, wenn trotz dieser Zusammenarbeit noch etwas übrig bleibt, dann erstellen wir ein Profil für sie.“

Die App wolle schließlich ergänzend gegen Lebensmittelverschwendung wirken. „Die Tafeln können bestimmte Ware nicht abholen, darunter fallen zum Beispiel produziertes Essen und oftmals wärme- oder kühlpflichtige Ware“, so ihre Begründung. „Außerdem kann es zu logistischen Engpässen bei kleineren Mengen kommen, die wir wiederum abdecken können.“

Allerdings könne es natürlich sein, dass es unabhängig von Too Good To Go einen Rückgang gegeben hat: „Daher haben wir bei unseren Märkten auch angeregt, dass sie sich mit der Tafel noch einmal in Verbindung setzen, damit man schaut, ob es hier Missverständnisse gab, die dazu geführt haben, dass an der Tafel nicht das ankommt, was für sie von den Läden vorbereitet wurde.“

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