Rockfabrik: Tanzen, singen, Augen schließen: Da ist es wieder, das alte Gefühl der Rocke

Rockfabrik : Tanzen, singen, Augen schließen: Da ist es wieder, das alte Gefühl der Rocke

„Rocke is back“: Am Samstag öffnete die einstige Kult-Discothek wieder ihre Pforten. Viele Besucher kamen und erfreuten sich bester Laune, vieler Getränke und Feiern bis zum Morgengrauen.

Wenn Scherben tatsächlich Glück bringen, dürfte die Zukunft der frisch wiedereröffneten Rockfabrik eigentlich nur rosig sein. Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch war es, der noch kurz vor der offiziellen Eröffnung mit einer ungeschickten Handbewegung ein Glas zu Fall brachte und es klirren ließ. Die geladenen Gäste nahmen das gerne zum Anlass, um der einstigen Kult-Discothek mit kräftigem Zuprosten alles Gute zu wünschen.

DJ und Neu-Inhaber Holger Kim ließ es ebenfalls krachen. Zwar war das dramatische „Music“ von John Miles vom Inhalt her zum Start genau die richtige Nummer, aber auch danach ließ der Discjockey musikalisch die Korken knallen und lockte die ab 21 Uhr eintreffenden Gäste auf die Tanzfläche.

Das Schöne an diesem Abend war, dass eigentlich alles so war, wie gewohnt: An den Chipkassen staute sich ein wenig das Volk, an der Bar warteten die Gäste kurz auf ihre Drinks, und es wurde sich begrüßt, ab und zu getanzt oder einfach nur die Musik genossen. „Alles so wie damals“, hatten sich Holger Kim, seine Frau Dani, und das zweite Betreiberpaar, Kirsten Caroline und Pascual Corsten, gewünscht, und das traf auch ein. Zwar war der Ansturm auf die neue, alte Ausgehmöglichkeit in den ersten beiden Stunden noch verhalten. Doch das änderte sich rund um Mitternacht – ganz wie früher eben.

Ein tiefer Luftzug von früher

In den drei Räumen wurde getanzt und gefeiert, als wäre die „gute, alte Rocke“ nie weg gewesen. Bei manchem Gast glimmten die Augen gar ein wenig, was nicht am Nebel lag ... Selfies vor dem rot leuchtenden „Rockfabrik“-Logo waren quasi ein Muss.

Dass die Disco mehr als nur ein Ort zum Ausgehen ist, machte auch Astrid Spiertz, die mit ihrem Mann und Rocke-Erfinder Albert Spiertz als Ehrengast dabei war, deutlich: „Vor allem die Frauenpower im neuen Betreiber-Quartett beeindruckt mich.“ Und so waren es die drei Damen – Kirsten Karoline Corsten, Dani Kim und Astrid Spiertz - die als erste offiziell auf die Wiedereröffnung anstoßen durften.

In der Rocke gab es viele, die erst einmal einen tiefen Luftzug nahmen von dem, was in den Köpfen vieler ihr Stammlokal, vielleicht auch mal so etwas wie das „zweite Wohnzimmer“ war: Überall strahlende Gesichter, man fiel sich auch nach Mitternacht noch in die Arme, und es ging ein bisschen zu wie bei einem Klassentreffen.

Auf die Tanzfläche gehen, erst ein wenig wippen, dann zu einer bekannten Nummer tanzen, den Takt erleben, mitsingen und die Augen schließen – da war es wieder, das alte Gefühl der Rockfabrik.

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