Schnelles Internet: Ausbau der Infrastruktur in Übach-Palenberg

Infrastrukturausbau : Keine Kosten und trotzdem schnelleres Internet

Schnelleres Internet und das ganz ohne Eigenanteil aus der Stadtkasse? Da musste der Rat der Stadt Übach-Palenberg in seiner jüngsten Sitzung in dieser Woche nicht lange diskutieren. Der Beschluss wurde einstimmig angenommen.

53 Adresspunkte im Stadtgebiet gelten laut einer Machbarkeitsstudie der TÜV Rheinland Consulting GmbH als unterversorgt. Sie verfügen demnach über einen Anschluss, der dem NGA-Kriterium (Next Generation Access) von mindestens 30 Mbit/s nicht entspricht. Darunter befinden sich auch acht Schulstandorte und Gewerbestandorte, die noch nicht ans Glasfaser-Netz angeschlossen sind.

Um auch in Zukunft den in Industrie und Haushalten weiter steigenden Bedarf nach Datenbreite zu bedienen, sei ein Ausbau der bereits stellenweise gut ausgebauten Infrastruktur in Übach-Palenberg weiter anzustreben, so die Verwaltung.

Zur Unterstützung des Breitbandausbaus stellen der Bund und das Land NRW mit ihrem aktuellen Förderprogrammen Mittel in Milliardenhöhe zur Verfügung. Ausbaukosten werden dabei vom Bund zu 50 Prozent und vom Land zu 40 Prozent übernommen.

Land übernimmt Eigenanteil

Auch der Eigenanteil von zehn Prozent entfällt für Übach-Palenberg, da die Stadt Stärkungspaktkommune ist. Der EG wird in diesem Fall vom Land übernommen. „In diesem Fall ist es gut, dass wir Stärkungspaktkommune sind. Wir haben keinerlei Kosten“, so Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch. Bei der Förderung gelte ferner der Zeitpunkt der Antragstellung, so dass auch in Zukunft keine Kosten für den Ausbau auf die Stadt zukommen. Beim Ausbau wird auf die Glasfaser-Technologie FTTH gesetzt, wo der Ausbau bis ins Haus erfolgt, betont der Bürgermeister einen weiteren Vorteil.

Im gesamten Kreis Heinsberg sind 1071 Adresspunkte (1,2 Prozent aller Adressen) unterversorgt.