350 Kilo Äpfel zu Saft verarbeitet: Frischen Apfelsaft beim Nabu-Apfelfest probieren

350 Kilo Äpfel zu Saft verarbeitet : Frischen Apfelsaft beim Nabu-Apfelfest probieren

Karl Gerads und Norbert Ostermeier pressten beim Apfelfest des Nabu Übach-Palenberg/Geilenkirchen auf dem Abenteuerspielplatz Am Bucksberg in Übach-Palenberg rund 350 Kilo Äpfel zu Saft.

Glücklicherweise hatten die Obstdiebe, die die Streuobstwiesen des Nabu heimgesucht hatten, immerhin noch so viele Äpfel übrig gelassen, dass die Ernte vor dem Fest noch genügend Apfelsaft ergab, um alle Genießer des köstlichen und gesunden Tranks zufrieden zu stellen. Erst waschen, dann häckseln, dann die Maische auspressen und schließlich den Saft bei 80 Grad im Kessel haltbar machen, das waren die Arbeitsgänge die Karl Gerads und Norbert Ostermeier auch dank jugendlicher Helfer so oft wiederholten, bis die 350 Kilo Äpfel zu Saft verarbeitet und in drei und fünf Liter Kanister abgefüllt waren.

Hubert Schippers, Vorsitzender des Nabu Übach-Palenberg/Geilenkirchen, und sein Team hatten für das diesjährige Apfelfest auf dem Abenteuerspielplatz wieder ein schönes Programm zusammen gestellt. Gleich am Eingang zum Festgelände empfing die Besucher der ideale Rasenmäher für Streuobstwiesen. Dieser wiegt immerhin 70 Kilo, wird in der Regel 15 Jahre alt, mag Gras, Heu und trockene Brötchen und mag nicht Hunde, Küchenabfälle, Hektik, alleine sein und Hunger. Außerdem bekommt er auch noch ein bis zwei Lämmer im Jahr.

Ein paar Schritte weiter trafen die Besucher auf einen amerikanischen Uhu, den Falkner Hans-Ulrich Lürmann mitgebracht hatte. Petra Simons und ihre Mitstreiter vom Seniorenzentrum kümmerten sich um die Cafeteria, während Nobert Kremer und sein Funtasie-Team sich zusammen mit dem städtischen Jugendzentrum um den Klettergarten kümmerte, der den vielen Kindern unter den Apfelfestbesuchern, die Gelegenheit gab, sich auszutoben.

Hubert Schippers (2.v.l.) begrüßte auf dem Apfelfest auch den Falkner Hans-Ulrich Lürmann (3.v.l.) mit seinem amerikanischen Uhu. Foto: Dettmar Fischer

Bei Helmut Herten vom Gartenbauverein Baesweiler konnten die Gäste lernen, was ein Blauer Kölner ist. Der erste Gedanke in Richtung eines unersättlichen Kölschtrinkers passte natürlich nicht mit der Passion von Helmut Herten überein, der sich besonders um alte Obstsorten bemüht. Besucher erfuhren, dass für kleine Gärten der Säulenapfelbaum in Frage kommt, der auch in einem Speiskübel auf dem Balkon gedeihen würde. Auch ein Buschbaum, der eher klein bleibt, wäre eine Möglichkeit, wenn der Platz begrenzt ist. Helmut Herten riet zu alten Apfelsorten, von denen manche schon vom Aussterben bedroht seien.

Die Idee diese alten Sorten auf dem Privatgrundstück zu pflanzen, um so den Erhalt der Sorte zu sichern, ließe sich durchaus den Besuchern vermitteln, hatte Helmut Herten in den vielen Gesprächen, die er beim Apfelfest führte, festgestellt. Wer es noch etwas genauer wissen wollte, dem erklärte Herten auch den Sinn einer Holunderspreizung. Hierbei wird mit einem eingekerbten Stück eines Holunderastes, der zwischen zwei Apfelbaumzweige geklemmt wird, der junge Trieb in die gewünschte horizontale Richtung gelenkt. Die befreundeten Imker aus Baesweiler und Herzogenrath boten auf dem Apfelfest ihren Honig an und informierten über dessen Produzenten.

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