„Übachpalenberg“: Falscher Ortsname bleibt noch eine Weile stehen

„Übachpalenberg“ : Falscher Ortsname bleibt noch eine Weile stehen

„Übachpalenberg“ statt „Übach-Palenberg“: Auf einem Ortsausgangsschild an der Geilenkirchener Straße in Herzogenrath-Merkstein ist der Name des Nachbarorts falsch geschrieben.

Dass der Ort, der gleich hinter Herzogenrath beginnt, nicht „Übachpalenberg“ heißt, sondern „Übach-Palenberg“, ist hinlänglich bekannt. Und selbst wer nicht in dieser Region wohnt oder aus ihr stammt, ist von der korrekten Schreibweise nur eine Google-Suche weit entfernt.

Eine Firma, die sich auf Bestellung des Landesbetriebs Straßenbau NRW um die Produktion von Ortsschildern kümmert, hätte auch einfach einen zweiten Blick auf den Auftrag werfen können – denn auch darauf war die nötige Info zu finden. Trotzdem steht nun „Übachpalenberg“ gut lesbar in schwarz auf gelb und noch für einige Wochen auf dem Ortsausgangsschild von Herzogenrath-Merkstein an der Geilenkirchener Straße, wie auf dem Foto zu sehen.

Altes Schild gestohlen

Ein Leser hatte sich in der Lokalredaktion gemeldet und auf den Fauxpas aufmerksam gemacht. Eine Nachfrage bei der Straßenmeisterei Aachen später herrscht Klarheit: Das fehlerhafte Schild steht seit etwa einem Monat am Platz. Man hatte für Ersatz sorgen müssen, weil das alte Schild, das vorher an der Stelle stand, gestohlen worden war, erklärt Manfred Ackermann, Betriebsdienstleiter der Straßenmeisterei Aachen. Also sei der Auftrag zur Herstellung eines neuen Schildes – in korrekter Schreibweise aller Ortsnamen – an eine Fremdfirma gegangen. Als das frisch hergestellte Ortsausgangsschild dann kam, sei der Fehler sofort aufgefallen, sagt Ackermann.

Zeichen 311 ist wichtig

Ersatz habe allerdings nicht von jetzt auf gleich besorgt werden können. Nun hat die sogenannte Ortstafel – in diesem Fall die Rückseite, das Zeichen 311 der Straßenverkehrsordnung – jedoch große straßenverkehrsrechtliche Bedeutung. Sie zeigt unter Umständen zum Beispiel das Ende von Geschwindigkeitsbeschränkungen an. Also habe man sich dazu entschieden, die falschbedruckte Variante übergangsweise aufzustellen, damit die verkehrsrechtliche Situation an Ort und Stelle eindeutig für den Straßenverkehr geregelt ist.

Die Kosten für den Ersatz trage natürlich die Fremdfirma, sagt Ackermann. Er schätzt sie auf rund 50 Euro. Etwa zwei bis drei Wochen werde es noch dauern, bis der Fehler dann korrigiert ist.