Antrag ist raus: Die Grünen wollen einen Klimabeirat und grüne Dächer

Antrag ist raus : Die Grünen wollen einen Klimabeirat und grüne Dächer

Weiterhin beantragt die Partei für zukünftige Baugebiete eine Gestaltungssatzung, die grüne Vorgärten vorschreibt.

  Nach der Sommerpause wird sich Übach-Palenberg mit einem Antrag der Grünen zu „Dach-, Fassaden- und Vorgartenbegrünung“ und „Regenerativen Energien“ befassen. Darin fordern Frank Kozian, Brigitte Appelrath und Rainer Rißmayer die Einrichtung eines Klimabeirats bestehend aus dem Klimamanager der Verwaltung, Fraktionsmitgliedern und Teilnehmern der Klimainitiative. Der Klimabeirat soll sich wiederkehrend treffen und für die Ziele des Klimaschutzes sowie der Klimaanpassung einsetzen und dabei die Reduktion von Mikroplastik und der klimaschädlichen Treibhausgase voranbringen. „Der Klimabeirat entwickelt Anregungen für die Umsetzung und Weiterentwicklung des Klimaschutzkonzeptes der Stadt Übach-Palenberg. Er bewertet Aktivitäten der Verwaltung im Hinblick auf den Klimaschutz, entwickelt eigene Ideen und setzt Projekte zum Thema Umwelt- und Klimaschutz um“, so die Anregung der Grünen.

Weiterhin soll Übach-Palenberg,  unter Berücksichtigung einer Zeitschiene, ein Förderprogramm „Dachbegrünung“ verabschieden und Förderrichtlinien festlegen. Bis zur Verabschiedung dieses Förderprogramms soll die Stadt ferner, wenn möglich,  Antragsteller mit attraktiven finanziellen Starthilfen für Dachbegrünungen helfen.  Die finanzielle Förderung durch die Stadt soll ab 2021 im Rahmen des Förderprogramms aufwachsen.

Außerdem soll Übach-Palenberg  alle zur Verfügung stehenden und baulich geeigneten städtischen Dachflächen zur Dachbegrünung und/oder für die Eigennutzung regenerativer Energien im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten nutzen. Die Maßnahmen sollen dabei bis 2021 zumindest projektiert sein. Als weiteren Punkt soll Übach-Palenberg  besonders geeignete Dachflächen, wie beispielsweise Fahrgastunterstände, benennen und alle gewerblichen Betreiber im Stadtgebiet auffordern, ihrem  Beispiel zu folgen.

Für zukünftige Baugebiete soll laut  Antrag darüber hinaus eine Gestaltungssatzung gelten, die beinhaltet, dass „Vorgärten zu begrünen sind.“ Die Satzung soll dabei keine  Vorschriften enthalten, mit welchen Pflanzen die Vorgärten zu begrünen sind, allerdings die Pflanzung von heimischen und nach heutigem Stand überlebensfähigen Gehölzen, Stauden  anregen.

Grünenchef Frank Kozian. Foto: ZVA/Michèle-Cathrin Zeidler

„Gründächer sind eine Investition in die Zukunft. Sie verbessern das Stadtklima im Quartier, halten Regenwasser zurück, binden Schadstoffe und verringern die Lärmbelastung“, begründen die Grünen. „Ein Gründach schafft ein angenehmeres Gebäudeklima und hilft, Energiekosten für Heizung oder Klimaanlage einzusparen. Die Vegetation schützt zudem die Dachabdichtung vor Wettereinflüssen, so dass begrünte Dächer bis zu doppelt so lange halten wie konventionelle Flachdächer.“ Weiterhin kritisiert die Partei: „In Übach-Palenberg nimmt die Versiegelung privater Vorgärten und städtischer Flächen drastisch zu. Diese ist ökologisch und klimatisch sehr negativ zu bewerten.“ Kommunen in NRW dürften örtliche Regelungen in Art einer „Vorgartensatzung“ beschließen, um diese Versiegelung einzuschränken oder gar zu verhindern: „Wir sehen angesichts der dicken Luft in den Städten, der zunehmenden Versiegelung des Bodens und des bedrohlichen Artensterbens dringenden Handlungsbedarf auf vielen Ebenen. Begrünte Dächer sind einfach schöner anzusehen und verbessern die Lebensqualität“.

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