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Sprühaktion gegen Eichenprozessionsspinner: „Alle Vorsichtsmaßnahmen berücksichtigt“

Sprühaktion gegen Eichenprozessionsspinner : „Alle Vorsichtsmaßnahmen berücksichtigt“

Der Eichenprozessionsspinner ist eine giftige Raupe, die auch dem Menschen gefährlich werden kann. Eine Sprühaktion in Übach-Palenberg gegen die Raupe sorgte jetzt für Unsicherheit. Die Verwaltung antwortet.

Er ist haarig, giftig und macht sich seit einigen Jahren auch in unserer Region breit: der Eichenprozessionsspinner. Mit seinen Brennhaaren sorgt er beim Menschen für allergische Reaktionen. Kürzlich wurde in Übach-Palenberg daher gegen den Eichenprozessionsspinner gespritzt. Ein Leser meldete sich daraufhin besorgt in der Redaktion. Der Bürger sei über die Behandlung nicht informiert und das Gebiet, unter anderem der Spielplatz in Marienberg, nicht abgesperrt worden.

Die Stadtverwaltung bestätigt, dass seit einigen Jahren im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit die Schädlingsbekämpfung des Eichenprozessionsspinners erfolgt. Alle notwendigen organisatorischen Angelegenheiten würden dabei durch den Kreis erledigt, dieser beaufsichtigt auch die Ausführung der Arbeiten. Dieser Methode hätten sich ebenfalls die Städte Düren, Baesweiler, Würselen, Jülich, die KFA Jülich und die Nato Geilenkirchen angeschlossen.

„Die Behandlung ist dringend notwendig, da der Kontakt mit den Haaren des Eichenprozessionsspinners Krankheiten bis hin zum Allergischen Schock hervorrufen kann“, so Thomas de Jong, Pressesprecher der Stadt Übach-Palenberg, auf Anfrage. „Gegen die zunehmende Verbreitung muss entsprechend reagiert werden.“ Die Überwachung, Bekämpfung und Beseitigung des Eichenprozessionsspinners erfolge zum Wohl der Bevölkerung. Das Anwendungsziel sei der Gesundheitsschutz.

„Die Behandlung erfolgt mit Bioziden und auf keinen Fall mit Herbiziden“, betont de Jong. Biozid-Produkte seien Wirkstoffe und Zubereitungen, die einen oder mehrere Wirkstoffe enthalten und auf biologischem Wege Schadorganismen zerstören, abschrecken oder unschädlich machen. Das Mittel, welches der Kreis Heinsberg zur Anwendung bringt, werde ansonsten im Weinbau mit Bio-Zertifikat verwendet.

„Angewandt wird ein Bakterium, das kristalline Proteine bildet, die spezifisch auf verschiedene Insektenarten toxisch wirken“, führt de Jong aus. Bei Pflanzen und Wirbeltieren, also auch bei Menschen, sei dieses jedoch wirkungslos und auch das Eintrocknen des Sprühnebels erfolge nach kürzester Zeit. Gerade dieses Präparat werde auch vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW empfohlen: „Es ist vollständig biologisch abbaubar.“

Bei den Arbeiten würden selbstverständlich alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen berücksichtigt. Ein Mitarbeiter des Technischen Betriebes begleite die gesamte Maßnahme im Stadtgebiet von Übach-Palenberg. „Er achtet strengstens darauf, dass sich bei jeder Spritzeinheit keine Personen oder Tiere in der Nähe des jeweiligen Baumes befinden“, versichert de Jong.

(mcz)