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NRW-weiter Vergleich: Übach-Palenberg im Dynamik-Ranking vorn

NRW-weiter Vergleich : Übach-Palenberg im Dynamik-Ranking vorn

Besonders verbessert hat sich Übach-Palenberg laut einer Studie bei der Ausweisung naturnaher Flächen. In der Gesamtwertung landet die Stadt aber auf einem der hinteren Plätze.

Ausreichend Arbeitsplätze, Wohnraum und Innovationen machen Orte attraktiv: In einem NRW-weiten Ranking des Instituts der deutschen Wirtschaft im Auftrag des Verbandes Unternehmer NRW haben die Kommunen im Münsterland durchschnittlich am besten abgeschnitten. Unsere Region schneidet vor allem im dynamischen Ranking der Kommunen gut ab, welches die Entwicklung der vergangenen Jahre bewertet. Die Stadt Übach-Palenberg steht hier ganz oben auf dem Siegertreppchen.

In der Studie wird erläutert, dass sich Übach-Palenberg in den vergangenen Jahren insbesondere im Hinblick auf die Ausweisung naturnaher Flächen verbessert habe. Das Naherholungsgebiet Wurmtalsee und das Naturschutzgebiet Teverener Heide seien nur zwei Beispiele für die umfangreichen Erholungsangebote, die die Lebensqualität aufwerteten. Aber auch im Hinblick auf die gegebenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sei die Gemeinde sehr gut aufgestellt. Während rund zwei Drittel der Kommunen in NRW ihre Gewerbesteuerhebesätze in den vergangenen fünf Jahren erhöht haben, hielt Übach-Palenberg seinen Hebesatz konstant. Außerdem sei die Stadt besonders patentstark, so die Studie.

Die übrigen Städte und Gemeinden werden das besonders gute Abschneiden von Übach-Palenberg wohl teilweise mit Verwunderung aufgenommen haben, etwa die Stadt Geilenkirchen und die Gemeinde Gangelt, für die die Teverener Heide ebenfalls als Faktor für die Naherholung ins Gewicht fallen müsste. Auch was die Hebesätze angeht, muss man im kreisweiten Vergleich differenzieren. Denn Übach-Palenberg mag seinen Gewerbesteuerhebesatz zwar konstant gehalten haben, allerdings konstant auf hohem Niveau. Denn die Stadt hat mit Abstand den höchsten Hebesatz aller Kommunen im Kreis Heinsberg.

Beim Dynamik-Ranking landet Hückelhoven knapp hinter Übach-Palenberg auf Platz 3 im NRW-weiten Vergleich. Dort wurden besonders der erhöhte Wohnungsneubau und die gute Anbindung an urbane Zentren an Rhein und Ruhr als Indikator verwendet. Auch andere regionale Kommunen schnitten dynamisch gut ab: So folgen den Spitzenreitern die Städte Baesweiler (Platz 5), Geilenkirchen (Platz 18) und Erkelenz (Platz 23).

Ein erster Platz in einem kommunalen Ranking ist natürlich aller Ehren wert. In diese Richtung gehen auch die Kommentare, die sich in den Sozialen Netzwerken nach der Veröffentlichung der Studienergebnisse finden lassen. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung wird für die geleistete Arbeit gedankt und allen anderen Beteiligten dafür, dass sie sich für ein immer besseres und liebenswerteres Übach-Palenberg eingesetzt haben. Auch alle Fraktionen im Rat könnten sich für dieses schöne Ergebnis auf die Schultern klopfen.

Differenziert betrachten

Von vielen Nutzern wird die Freude über das Dynamik-Ranking aber auch kritisch gesehen. Was wahrscheinlich daran liegt, dass Übach-Palenberg in der übergeordneten Studie, die basierend auf den Faktoren Wohnraum, Arbeit, Infrastruktur und Image das Gesamtniveau der Kommunen bewertet, nur auf den hinteren Plätzen landet: Platz 332 von 396. Hückelhoven bewegt sich im Mittelfeld auf Platz 214. Kurz zusammengefasst: Die Situation hat sich verbessert, wird aber noch nicht als gut bewertet. Das passt zur Aussage der Studienautoren, die dem gesamten Land NRW zwar einen „Aufholprozess“ bescheinigen, aber dennoch ein „noch nicht zufriedenstellendes Zeugnis“ ausstellen.

Im Gesamtranking landet aus dem Kreis Heinsberg einzig Erkelenz mit Rang 42 unter den ersten 50 Plätzen, beim Dynamikranking erreichte die Stadt Platz 23. Knapp die Top 100 verfehlt hat die Stadt Geilenkirchen mit Platz 107.

Die Ergebnisse der übrigen Städte und Gemeinden aus dem Kreis Heinsberg: Selfkant (Platz 117 im Dynamikranking, 375 beim Gesamtniveau), Wegberg (134, 179), Waldfeucht (180, 305), Gangelt (195, 159), Heinsberg (251, 258) und Wassenberg (311, 124).

(red)